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Eubus.
Mau sammelt die reifen Früchte im Juli und August,aromatischer als die kultivirten.
und zwar sind die wilden
Sie dienen zur Bereitung eines Sirups und eines Destillats
Von
Aus 100 Tli. frisch gepresstenfügt 4 Th. Weingeist hinzumit 9 Th. Wasser.
Aqua Rubi Idaei. Himbeerwasser Ergänzb.: Von 1 Th. frisch gepresstenHimbeerkuchen und q. s. Wasser destillirt man 2 Th. ab. — Austr.: Von 2 Th. reife"frischen Himbeeren und 20 Th. Wasser 10 Th. Destillat.
Aqua Kubi Idaei concentrata. lOplex Ergänzb.:Himbeerkuchen und q. s. Wasser destillirt man 200 Th. abund destillirt 20 Th. ab. Zum Gebrauch mischt man 1 Th.
Sirupus Rubi Idaei. Syrupus de fructu Rubi Idaei. Himbeersirup. Siropde i'ramboise. Syrup of Raspberry. Germ.: Reife Himbeeren zerdrückt man. l ässtgähren, wie unter Cerasus (Bd. I, S. 698) angegeben und kocht 7 Th. des filtrirten Saftesmit 13 Th. Zucker zu 20 Th. Sirup. — "Helv. und Austr. wie Sirupus Morl,Holv. und Austr., S. 406. — Ü-St.: Wie Germ., doch auf 4 Th. Saft 6 Th. Zucker -Gall.: Wie Sirupus Cerasi Gall. (Bd. I, S. 698). Die Ausbeute der Beeren an Saftist je nach der Feuchtigkeit des Jahres schwankend, sie beträgt 56 — 90 Proc. sein specGew. 1,016—1,022, Trockenrückstand 5,16—5,905 Proc., Asche 0,605-0,659 Proc. -.Nach Koenig enthält der Saft 6,97 Proc. Zucker nach der Inversion und 1,59 Proc-Säure, als Weinsäure berechnet. Himbeersirup dient als geschmackverbessernder Zu?»* 2zu sauren und kühlenden Arzneimischungen, zur Bereitung von Limonaden. DurchMetallsalze und Alkalien, auch in Saturationen, wird die rothe Farbe des Himbeersaftesverändert: man vermeidet deshalb den letzteren in derartigen Arzneimischungen.
Von allen Fruchtsäften wird der Himbeersaft am meisten gebraucht. Es dürfte"deshalb ausser dem unter Cerasus, Bd. I, S. 698 u. 699, Gesagten, das auch hier in vollemUmfange zutrifft, die folgenden Bemerkungen am Platze sein, da gerade bei diesem Siruperfahrungsgemäss unliebsame Erscheinungen nicht selten und auf Fehler bei der Dar-stellung zurückzuführen sind. Zunächst ist es von Wichtigkeit, dass die Gährung der g e 'quetschten Früchte glatt verläuft; man bringe sie in ein mehr hohes Gefäss, das man be-deckt, und stellt unter bisweiligem Umrühren an einen kühlen dunkeln Ort. dessen Tem-peratur höchstens zwischen 15 und 20° O. schwankt; je kühler, desto langsamer geht dieGährung von statten, während sie bei einer Wärme von über 25°C. und im Lichte leicht ge-stört wird, so dass der ganze Fruchtbrei verderben kann. Ein Zusatz von Zucker. W 16Austr. vorschreibt, beschleunigt den Vorgang. Das Filtriren des durch Absetzenlasseugeklärten Presssaftes liefert am ehesten eine blanke Flüssigkeit, wenn man den Bodensatzzuerst auf Filter bringt und das Filtrat so oft als nöthig zurückgiesst; bisweilen führt aiicßSchütteln mit 1 Proc. Talkum schnell zum Ziele. Beim Arbeiten in grösserem Maassstabebedient man sich zweckmässig mehrerer grösserer Trichter, die zunächst mit groben, dannmit kleineren Glasstücken bis zur Hälfte angefüllt werden; darauf bringt man über einandereine Gazescheibe, auf diese einen Brei aus Fliesspapiermasse, wiederum Gaze, dannfeinere, zuletzt grössere Glasstücke. Das Ganze wird vor dem Gebrauche mit Wasser aus-gewaschen. Auch Spitzbeutel, die man mit feuchter Filtrirpapiermasse beschickt, ermög-lichen ein schnelles Filtriren; stellt man deren drei mit selbstthätig sich regelndem Zuflussauf und lässt den Saft durch sie nach einander durchlaufen, so soll man davon tägh cübis zu 150 kg klar filtriren können. Von anderer Seite wird empfohlen, den vergohrenenund bis zum Kochen erhitzten Presssaft durch Zusatz von Eiweiss (1 Eiweiss auf 4 1), °-"~setzenlassen und Filtriren zu klären. Für die Haltbarkeit des Himbeersirups ist die Ver-wendung besten, ultramarinfreion und auch möglichst kalkfreien Zuckers unbedwgerforderlich; im anderen Falle entstehen bald Trübungen, die nur schwer zu beseitig 611sind. Bisweilen gelingt es, solchen trübe gewordenen Sirup durch Schütteln mit abge-rahmter Milch (1 Theelöffel auf 1 kg) und Filtriren wieder klar zu machen; oder aucndurch Verdünnen mit 1—2 Th. Wasser. Filtriren und Wiedereindampfen. Dagegen i_ sSirup, der aus einem nicht vollkommen ausgegohrenen Saft dargestellt wurde und nun mder wärmeren Jahreszeit zu Trübungen und zum Nacbgähren neigt, nicht wieder klar zubekommen.
Nach Germ., Helv. und U-St. darf Himbeersirup Amylalkohol beim Schütteln nid'roth färben; es würde damit die Anwesenheit von Theerfarbstoffen nachgewiesen werde"■Es kommen jedoch, wie Riegel angiebt, auch Farbstoffgemische vor, die hierbei IUCerkannt werden. Andrerseits ist diese Prüfung nicht ohne weiteres auf frischen, nichausgegohrenen Himbeersaft anwendbar, denn ein solcher giebt seinen Farbstoff an Am) "alkohol ab! Nach Elsnek wird reiner Himbeersirup durch Salpetersäure (spec. Gew. 1,1««vbinnen >/ 2 Stunde nicht verändert, gefärbter oder gefälschter schon nach einigen Minutenhellroth bis gelb; mit Anilinroth gefärbte Kunstprodukte ohne Fruchtsaft werden durenAmmoniak völlig entfärbt.
Koenig giebt die Zusammensetzung eines officinellen Himbeersirups folgendermasseran: Spec. Gew. 1,2971. Wasser 39,00 Proc, Traubenzucker 20.50 Proc. Rohrzucker