^■WWSsiüP^
708
Pyrogallolum.
OH (1)
CA OH (3)
OH (5)
Phloroglucin.
in 15 Th. Chloroform die Anwendung als Firniss. Wirkt sehr mild. Eine Auflösungvon 1 Th. Saligallol in 2 Th. Aceton ist als Solutio Saligalloli im Handel.
Pyrogallolum oxydatum. Pyraloxin (Unna). Zur Darstellung lässt man Pyro-gallol, welches mit Ammoniak angefeuchtet ist, in flachen Holzkästen längere Zeit an derLuft stehen. Es nimmt alsdann unter Dunkelfärbung aus der Luft Sauerstoff auf. — Einbraunschwarzes, luftbeständiges Pulver. Anwendung bei Psoriasis. Es soll die gleicheHeilwirkung haben wie Pyrogallol, aber nicht die schädlichen Nebenwirkungen entfaltenwie dieses.
II. Phloroglucin. C 0 H 3 (OH) 3 . Mol. Gew. = 126.
Ist isomer mit Pyrogallol. Wird fabrikmässig durch Schmelzen von Resorcin mitNatronhydrat dargestellt.
Eigenschaften. Es krystallisirt aus der wässerigen Lösung in farblosen, süssschmeckenden Krystallen mit 2 Mol. Krystallwasser. Die Krystalle verwittern an trockenerLuft und werden bei 100° C. wasserfrei. Wasserfreies Phloroglucin schmilzt bei 219 bis220° C. und sublimirt bei nocli höherer Temperatur ohne Zersetzung. Phlo-roglucin ist in Wasser, Alkohol und Aether leicht löslich. Die wässerigeLösung wird durch Eisenehlorid tiefviolettroth, Bleiessig bewirkt weissePällung, alkalische Kupferlösung (PEHLiNG'sche Lösung) wird in ähnlicherWeise wie durch Traubenzucker reducirt. Mit Vanillin und Salzsäure färbtsich Phloroglucin intensiv roth (dient zum Nachweis von Salzsäure im Magensaft). WirdHolz (Ligninsubstanz} mit einer Lösung von Phloroglucin in Salzsäure befeuchtet, so färbtes sich intensiv karminroth. Dient zum mikroskopischen Nachweise verholzter Gewebe,s. S. 390.
Anwendung. Nicht arzneilich, sondern nur als Reagens.
SekgeR'S Haarfarbe. Der Gebrauchsanweisung nach nur für todtes Haar bestimmt-Für blond, braun und schwarz. Diese Haarfärbemittel bestehen sämmtlich aus Lösungenvon Pyrogallol, Kupferchlorid (und Eisenehlorid). Blond: Kupferchlorid (CuCL, -\~ 2H.,0),Pyrogallol je 1,0, Wasser 100,0. Braun: Kupferchlorid 1,0, Ferrichlorid 0.5, Pyro-gallol 1,5, Wasser 100,0. Schwarz: Kupferchlorid 0,6, Ferrichlorid 2,0, Pyrogallol 2,0,Wasser 100,0.
Krinoehrom. Melanogene. Unter diesen Namen werden zwei Flüssigkeiten ab-gegeben: A) Eine Lösung von 2 Th. Pyrogallol in 100 Th. eines öOprocentigen Wein-geistes (oder eine Lösung von 2 Th. Pyrogallol in 50 Th. verdünntem Weingeist und50 Th. rektificirtem Holzessig). B) Eine'Lösung von 2,5 Th. Silbernitrat in 80—90 Th.destillirtem Wasser. Diese Lösung wird mit soviel Ammoniakflüssigkeit versetzt, dass derentstehende Niederschlag wieder in Lösung geht. Zum Gebrauch werden die Haare zu-nächst mit einer schwachen Sodalösung (5 Proc.) gewaschen. Nach dem Trocknen durch-feuchtet man sie mittels einer Borstenbürste mit A. und nach dem Trocknen, bez. nachVerlauf von 1 Stunde mittels einer Borstenbürste mit B. Wöchentlich 1—2 mal zuwiederholen.
Haar-Konseryirungs-Pomade von Dr. Johk Bbowk. . Ein Gemisch aus 4,0 Pyro-gallol, 50,0 Pomade und 10 Tropfen Kaliumkarbonatlösung (Schaedlek).
Vegetabilisches Haarfärbemittel von Dr. Beringutee. Flasche A) Eineverdünnte Eisenchloridlösung. Flasche B) Eine Lösung von Pyrogallol in Eau deCologne.
Hair-Dye von Abt in Wien. Drei Flaschen. A) Pyrogallollösung. B) Ammonia-kalische Silbernitratlösung. C) Schwache Schwefelleberlösung. Vergl. Bd. I, S. 379.
Emplastriim Pyrosralloli Poktes.
Franz. Hospitalvorschrift.
Rp. Gummi Ammouiaci 20,0
Kautschuk-Lanolin (S. 278)
Cerae flavae ää 50,0
Pyrogalloli
16,0
Acidi salicylici
6.0
Olei Rcsinae
20,0.
Aetheris
150,0.
Colophonii 20,0
Terebmthinae Venctae 5Ü,0
Acidi pyrogallici 126,0.
Collemplastrum Pyrogalloli 5 Proc.
K. Dieterich.
Rp. Massao Collernplastri 800,0
Ehizoüiatis Iridis pulv. 70,0
Sandaracis 20.0
ltemmlium antipsoricum Lassar.
Lassar's Psoriasis mittel.Rp. Acidi pyrogallici 10,0
Adipis Lauac cum aqua 90,0.
Uiiirueiitum Pyrogallol! compositum Unxa.
Rp. Acidi pyrogallici 5,0
Acidi salicylici 2.0
Ammonii sulfoichthyolici 5,0A'aseliiii ilavi S8,0.