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Pepsinum.
25 Proc.) gemischt und dann 0,1 g Pepsin hinzugefügt. "Wird dann das Gemisch unterwiederholtem Durchschütteln eine Stunde bei 45° C. stehen gelassen, so muss das Eiweissbis auf wenige weissgelbliehe Häutchen gelöst sein.
Helv. Das Eiweiss eines Eies, welches 5 Minuten in Wasser gekocht worden ist,wird nach dem Erkalten durch ein grobes Pulver-Sieb gerieben. 10 g dieses Eiweisseswerden mit 100 g Wasser von 50° C. und 0,8 g Salzsaure (von 25 Proc.) gemischt; danngiebt man eine Anreibung von 0,1 g Pepsin in wonig Wasser zu und digerirt unter öfteremSchütteln bei 40° C. Nach 1—2 Stunden soll das Eiweiss bis auf wenige Elöckchen gelöstsein. Nach 6stündiger Einwirkung sollen einige ccm der Lösung durch 20—30 TropfenSalpetersäure höchstens schwach getrübt werden.
Gall. Die Prüfung des Pepsine medicinale erfolgt in der nämlichen Weise wie die-jenige des Pepsine extractive, nur sind (an Stelle von 0,2 g) 0,5 g dos zu prüfenden Pep-sins anzuwenden. Als indifferentes Verdünnungsmittel ist von der Gall. Weizenstärkevorgeschrieben.
Die technische Ausführung der physiologischen Prüfung des Pepsins erfolgt in derWeise, dass man das Pepsin mit dem salzsäurehaltigen Wasser anreibt, die Lösung ineinen Kolben von ca. 250 ccm Passungsraum überführt und nun das zerkleinerte Eiweisszugiebt. Man schüttelt um und hängt das Kölbchen mittels einer Klammer in eingrösseres (!) Wasserbad von ca. 10 Liter Inhalt ein, welches auf ca. 2—3° C. höhertemperirt ist, als es die Vorschrift angiebt. Man kontrollirt die Temperatur, indem manein Thermometer in das Wasserbad und ein zweites in einen der Beobachtungskolben ein-hängt. Die Temperatur des Wasserbades wird auf der gewünschten Höhe durch Zugiessenvon wärmerem oder von kälterem Wasser geregelt. Man kann unter das Wasserbad auchein kleines Plämmchen stellen, hat aber alsdann die Temperatur sehr sorgfältig zu be-obachten. — Man setzt stets mehrere Versuche an und zieht das Durchschnittsergebnissaus denjenigen, welche am günstigsten verlaufen sind. — Das koagulirte Eiweiss wirddurch das Pepsin gelöst und zunächst in Hemialbumose verwandelt, welche durch Salpeter-säure noch gefällt wird. Nach längerer (mehrstündiger) Einwirkung tritt die Umwandlungin Pepton ein, welches durch Salpetersäure nicht mehr gefällt wird.
Aufbewahrung. Man bewahre das in trockenem Zustande in die trockenen Ge-fässe eingefüllte Pepsin an einem kühlen, trockenen Orte auf. Lichtschutz ist für grössereVorräthe zu empfehlen.
Bei mangelhafter Aufbewahrung verringert sich die verdauende Kraft des Pepsins.Präparate, welche faulig oder sonst unangenehm (modrig) riechen, müssen verworfen werden.
Anwendung. Pepsin wird als ein die Verdauung- beförderndes Mittel bei solchenKrankheiten angewendet, bei denen man auf mangelhafte Pepsinabsonderung der Magen-schleimhaut sehliesst, und man verordnet es in der Kegel direkt mit Salzsäure kombinirt undzwar gelöst in Wasser oder Wein, oder auch in der Form der sog-. Pepsin-Salzsäure-Dragees.
Glycerinum Pepsini (Brit.). Man reibt 80 g Pepsin (Brit.) mit einer Mischungvon 525 ccm Glycerin und 15,0 g Salzsäure (von 25 Proc.) an und giebt soviel destillirtesWasser hinzu, dass das Gesammtvolumen 875 ccm beträgt. Nach Stägigem Stehen wirdfiltrirt. Das Glycerin hat die Eigenschaft, das Verdauungsenzym des Pepsins in Lösungüberzuführen und zu konsorviren.
Pepsinum saccliaratum (Ü-St.). Saccharated Pepsin. 1 Th. Pepsin (LT-St.) wirdmit 9 Th. getrocknetem Milchzucker innig verrieben. Ein sogenanntes 300faches Pepsin.Die Prüfung erfolgt in der bei dem koncentrirten Pepsin der U-St. angegebenen Weise,nur nimmt man (an Stelle von 0,00335 g) 0,0335 g dos verdünnten Pepsins.
Elixir Cinchoiiae, Ferri et Pepsini (Nat. form).Kp. Pepsini (U-St) 17,5 g
Acidi hydroehlorici (25 Proc.) 6,0 w
Aquae 175,0 „
Elixir Cinchonae et Ferri q. s. ad 1000,0 ccm.
Elixir digestivum compositum (Nat. form.).
Rp. Pepsini concentrati (U-St.) 10,0
Pancreatini 1,0
Diastase 1,0
Acidi laetici 3,0
Acidi hydroehlorici (25 Proc.) 8,0
Glycerini 250,0 ccm
Rp.
Aquae
125,0 ccm
Tincturae Persionis
15,0 „
Talci Veneti
15,0 g
Elixir aromatici (U-St.) q. s.
ad 1,01.
Elixir Pepsini.
I. Gall.
Pepsini medicinalis (Gall.)
50,0
Aquae destillatae
450,0
Sirtipi Sacchari
400,0
Spiritus (von 80 Vol. Proc.
150,0
Olei Menthae piperitae
q. s.