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2 (1902)
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355
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Manna.

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Die zerbrochenen Stücke dieser Sorte gehen als Manna in fragmentis, Mannam sortis, Manna rottame. Dahin gehört auch Manna in lacrymis, aus kleinen rund-lichen Stücken bestehend, die durch freiwilliges Ausfliessen entstehen sollen. Sie ist nichtim Handel.

3) Gemeine Manna, Manna in Klumpen (Manna communis (Ergänzb.), MannaGerace des Handels) bildet eine weiche, klebrige, missfarbige, mit Bindenstückcken etc.verunreinigte Masse, die mehr oder weniger Bruchstücke der Sorte 2 enthält. Geschmacketwas schleimig und kratzend, weniger süss. — Diese Sorte ist von der Austr. neben 2gestattet. — Bessere Qualitäten gehen als Manna calabrina, die ausgesuchten Stückeals Manna electa, die geringste, eine schmierige Masse bildende Sorte, als Manna pin-Suis, Manna sordida, Manna di Puglia.

4) Durch Auflösen in Wasser, Abschäumen, Entfärben mit Thierkohle, wird ans ge-ringeren Sorten eine Manna dcpurata hergestellt von heller Farbe, die aber stets be-rechtigtem Misstrauen begegnet, da sie leicht zu verfälschen ist.

Bestandtheile. Gute Manna enthält 80—90 Proc.Glukose. 1,18 Proc. Asche. Geringere Sorten enthalten

auch

Pi-

ll—17 Proc.

Schleim, Dextrin,

axin C 10 H 1S 0 ]0 und bittere Stoffe.

Zur Bestimmung des Gehaltes an Mannit soll man 1 Th. Manna in einergleichen Menge Wasser im Wasserbade lösen, mit der 10 fachen Menge 95 proc. Wein-geist versetzen, zum Sieden erhitzen, durch Baumwolle filtriren und das Filtrat verdunstenlassen. Sorten, die weniger als 70 Proc. haben, sollen unter allen Umständen zurück-gewiesen werden.

Aufbewahrung und Amvendung. Manna dunkelt an der Luft nach, auchzieht sie Feuchtigkeit an und bietet dann einen günstigen Boden für Schimmelpilze. Mantrocknet sie deshalb bei massiger Wärme oder über Aetzkalk, sucht die ansehnlicherenStücke aus und bewahrt sie, zwischen Pergamentpapier geschichtet, in dichtschliessendenBlechbüchsen auf. Die Bruchstücke, im Handel auch als Manna cannellata in frag-mentis erhältlich, gebraucht man zur Bereitung des Mannasirups oder Wiener Tranks,oder, scharf getrocknet und durch ein Speciessieb getrieben, für Theemischungen.

Man verwendet die Manna als mildes, von Nebenwirkungen freies Abführmittel, be-sonders bei Kindern, und giebt sie zu 10—30—50 g und darüber in Milch oder in Wasser,dem etwas Citronensaft beigemischt ist, oder in Form der „Manna tabulata", ferner inastillen oder in Theemischungen.

Manna ist in Deutschland dem freien Verkehr entzogen.

Manna depurata. Gereinigte Manna (E. Diet.). 1000 g gemeine Manna löstman in 3000 g heissem destill. Wasser, setzt 10 g weissen Bolus, mit 100 g Wasser ange-rieben, hinzu, kocht, bis kein Schaum mehr entsteht, entfernt denselben, filtrirt durchFlanell und verdampft zur Trockne. Ausbeute etwa 75 Proc. (vergl. oben).

Manna tabulata. Morsuli mannati. Manna in Tafeln. Mannamorsellen.100 Th. Manna in fragmentis löst man in 50 Th. siedendem Wasser, seiht durch, fügt 20 Th.Mucker hinzu, kocht zur Tafelkonsistenz ein und giesst in Morsellenformen.

Sirupus Mannae (Germ. IV.). Mannasirup. Sirop de Manne. Syrop of Manna.10 Th. Manna löst man in einem Gemisch von 2 Th. Weingeist und 33 Th. Wasser, filtrirtund bereitet mit 55 Th. Zucker, 100 Th. Sirup. Auch empfiehlt sich zur Entfernung vonSchleimhäuten ein Zusatz von Bolus (s. unter Manna depurata). Ein gelblicher Sirup;f\ a t. form.: 125 g Manna löst man in 450 com heissem Wasser, fügt 65 cem Weingeistllm zu, filtrirt nach 12 Stunden, löst 775 g Zucker und bringt mit q. s. Wasser (Filternaclrwaschen!) auf 1000 ccm.

Sirupus Mannae coinpositus I^Helv). Sirupus Sennae cum Manna (Austr.).^irupus Sennae compositus. Sirupus Sennae mannatus. Sirupus mannatus.^lannasirup (Helv.). Mannahaitiger Sennasirup (Austr.). Abführungssaft.^axirsaft. Sirop de manne. Helv.: 10 Th. Sennesblätter (I) und 1 Th. Fenchelr§ macerirt man 24 Stunden mit 60 Th. Wasser, presst aus, dampft auf 40 Th. ein, setztö 1h. We"Austr.

eingeist hinzu, filtrirt nach 6 Stunden und löst 10 Th. Manna, 55 Th. Zucker.■ 35 Th. Sennesblätter, 2 Th. Sternanis, 350 Th. heisses, destillirtes Wasser; nach-stunden presst man aus und bringt 250 Th. Flüssigkeit mit 400 Th. Zucker und 100 Th.anna zum Sirup. — Germ, lässt gleiche

M

Theile Senna- und Mannasirup mischen.

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