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Manganum chloratum.
Metalle..— 2) Die mit Schwefelwasserstoff gesättigte Lösung giebt uach reichlichem Zu-satz von Natriumacetatlösung keine weisse Trübung (Abwesenheit von Zink). — 3) Diesalzsaure Lösung färbt sich auf Zusatz von Galläpfeltinktur nicht violett oder dunkelfarbig(Abwesenheit des Eisens). — 4) Sie bleibt ferner mit reichlicher Menge Ammoniumchloridund darauf mit Ammoniakfiüssigkeit im Ueberschuss versetzt klar (Abwesenheit der Thon-erde), ebenso auf darauf folgenden Zusatz von Ammoniumoxalat (Abwesenheit von Kalkerde).
Aufbewahrung. Ueber diese ist nichts zu bemerken.
Anwendung. Die Anwendung des Mangankarbonats beruht auf der Annahmeeiniger Physiologen, dass Mangan ein normaler Bestandtheil des Blutes sei und zu denblutbildenden Stoffen gehöre. Diese während der letzten Jahre wieder in Aufnahme ge-kommene Ansicht lässt also kleine Mengen von Manganpräparaten zur Unterstützung derEisenmittel nehmen. In den Magen gebracht, wird das Mangankarbonat gut vertragen,wegen der Dosirung ist daher wenig zu bemerken. Man giebt [es zu 0,2—0,4—0,6 gmehrmals täglich, gewöhnlich mit Eisenpräparaten zusammen.
Manganum tannicum.
Rp. Mangani carbonici 4,0Acidi tannici 7,0
Aquae destillatae 5,0.
Man mischt und bringt die Mischung im Wasser-badc zur Trockne.
Pilulae Ferri et Mangani carbonici
Hannox, Burin.
Rp. Ferri sulfurici cryst. 10,0
Mangani sulfurici cryst. 3,5
Kalii carbonici 10,0
Sacchari albi 3,0
Radicis Althaeae q. s.
Man bereitet eine Masse nach Art der BLAUD'sehenund formt 150 Pillen, die mit Zimmtpulver zubestreuen sind. Bei Chlorose, Anämie.
Pulvis aerophorns ferro-inanganatus.
Poudre gazogene ferro-manganeuseBüeiN.Rp. Ferri sulfurici sicci 5,0
Mangani sulfurici sicci 3,0Katrii bicarboniciSacchari albi
Acidi tartarici aä 10,0.
Dreimal täglich 1 / 2 Theelöffel in Wasser oder Weinzu nehmen.
Erkennung und Bestimmung. Die Oxydulsalze des Mangans leiten sich vomManganoxydul MnO ab. Sie sind blassroth gefärbt und zeigen folgendes Verhalten:
1) Kalihydrat oder Natronhydrat fällen weisslicb.es Manganohydroxyd Mn(OH).,welches an der Luft rasch Sauerstoff aufnimmt und in braunes Manganosuperoxydhydratübergeht. — 2) Eine Lösung eines Mangansalzes, welche Ammoniumchlorid enthält, wirddurch Ammoniak zunächst nicht gefällt. Infolge Aufnahme von Luftsauerstoff scheidet sichaber braunes Mangansuperoxydhydrat aus. — 3) Natriumkarbonat fällt weisses oderblassröthliches Manganokarbonat MnCO» — 4) Ammoniumsulfid fällt fleischfarbiges Mangano-sulfid MnS. — 5) Die Phosphorsalzperle wird in der Oxydationsflamme violett gefärbt, inder Reduktionsflamme farblos. — 6) Alle Manganverbindungen geben beim Schmelzenmit Soda und Salpeter eine intensiv grüne Schmelze. (Beweisende Reaktion.)
Man bestimmt das Mangan in der Regel als Manganoxyduloxyd. Und zwar fälltman Lösungen, welche weder Ammonsalze noch Salze organischer Säuren enthalten, mitNatriumkarbonat, wäscht das gefällte Manganocarbonat aus und glüht es im Platintiegelan der Luft. Bei Gegenwart von Ammonsalzen fällt man das Mangan zunächst durchAmmoniumsulfid als Manganosulfid, wäscht dieses mit einer dünnen Natriumsuliidlösung aus,löst es alsdann in Salzsäure, fällt das Mangan aus der durch Erhitzen von Schwefelwasser-stoff befreiten Lösung mit Natriumkarbonat und führt das ausgewaschene Manganokarbonatdurch Glühen an der Luft in Manganoxyduloxyd Mn 3 0 4 über. Es ist beachtenswerth, dassalle Oxyde des Mangans und alle Mangansalze mit in der Hitze flüchtigen Säuren beimGlühen an der Luft in Manganoxyduloxyd Mn.,0., übergehen.
Manganum chloratum.
Manganum chloratum. Manganochlorid. Manganchlorür. Chlorure demaug-anese. Mangani Chloridum. MnCl 2 -f- 4H 2 0. Mol. Gew. = 198.
Darstellung. 1) Man übergiesst 10 Th. reines Mangankarbonat mit 50 Th. destil-lirtem Wasser und fügt allmählich, unter Umrühren, zuletzt unter Erwärmen, 25,5 Th.Salzsäure von 25 Proc. hinzu. Die Lösung wird filtrirt, das Piltrat durch Eindampfeneingeengt und an einem kühlen Orte zur Krystallisation gebracht. Die Krystalle werdendurch Wälzen auf Fliesspapier abgetrocknet. — 2) Aus den salzsauren Manganlaugen von