Magnesium oitrioum.
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Magnesium citricum.
I. Magnesium Citricum. (Austr. Ergänzb.). Magnesiumcitrat. CitronensäureMagnesia. Citrate de magnesie (Gall.). Magnesii Citras. (C 0 H 5 O,)„ . Mg 3 + 14H a O.Mol. Gew. = 702.
Neutralisirt man Citronens'äure mit Magnesiumkarbonat oder Magnesiumoxyd oderMagnesiumhydroxyd, so scheidet sich aus der wässerigen Lösung ein wasserhaltigesMagnesiumeitrat obiger Zusammensetzung aus. Dasselbe ist in Wasser ziemlieh langsam,aber immerbin löslieh. Seine Lösliehkeit wird befördert durch Anwesenheit freierCitronensäure oder von Citraten. Verliert dieses Magnesiumeitrat aber sein Krystallwasser,so ist es in Wasser erheblich schwieriger löslich. Man muss daher, um ein lösliches Prä-parat zu erzielen, dafür sorgen, dass demselben sein Wassergehalt erhalten bleibt. Dasim Nachstehenden beschriebene ist das amorphe, leichtlösliche Salz.
Darstellung. 1) (Austr. und Gall). 50,0 g Citronensäure werden in einer Por-cellanschale mit 150,0 g Wasser zum Sieden erhitzt, worauf man nach und nach unter Um-rühren 35,0 g Magnesiumsubkarbonat einträgt. Die Lösung bleibt 1 / 4 Stunde im Wasser-bade stehen, dann werde sie noch heiss flltrirt und 24—36 Stunden lang au einen kaltenOrt gebracht. Die nach dieser Zeit ausgeschiedene, käseartig aussehende Masse ist iueinem Tuche durch Auspressen von der Flüssigkeit zu befreien, bei einer 25° C. nichtübersteigenden Temperatur zu trocknen, schliesslich zu Pulver zu zerreiben. — 2) (Ergänzb.)6 Tb. gebrannte Magnesia, 20 Tb. mittelfein gepulverte Citronensäure und 7 Th. Wasserwerden in eiuem Porcellanmörser gemischt und zu einem Teig verrieben, welchen manohne Anwendung von Wärme (!) erhärten lässt und sodann zu Pulver zerreibt.
Eigenschaften. Ein weisses Salzpulver von schwach bitterlichem, nicht sauremGeschmack, in 2 Tb. Wasser Mar und vollständig löslich zu einer neutralen oder blauesLackmuspapier nur schwach rötbenden Flüssigkeit. Es verkohlt beim Glühen und hinter-lässt einen Bückstand, der mit salzsäurehaltigem Wasser ausgezogen ein Filtrat liefertwelches beim Uebersättigen mit Ammoniumkarbonatlösung klar bleibt, bei darauf folgendemZusatz von Natriumphosphatlösung aber einen weissen Niederschlag abscheidet.
Prüfung. 1) Wird die wässerige Lösung (1 = 5) mit verdünnter Essigsäure an-gesäuert, so darf auf Zusatz von Kaliumacetatlösung ein krystallinischer Niederschlag nichtentstehen (Weinsäure). — 2) Die mit Ammoniumchlorid und etwas Ammoniakflüssigkeitversetzte wässerige Lösung (1 = 5) darf durch Schwefelwasserstoff weder gefärbt nochgefällt (Metalle, namentlich Blei und Eisen) und durch Ammoniumoxalatlösung nichtgetrübt werden (Calcium). —
Aufbewahrung. An einem kühlen Orte in dicht verschlossenen Gefässen (Kork-stopfen!) um dem Präparat seine Lösliehkeit zu erbalten.
Anwendung. Magneshimcitrat wirkt in Gaben von 5—10—15—20 g als ein an-genehm zu nehmendes, mildes Abführmittel. Das vorstehende trockne Salz wird meist inPnlvermischungen gegeben, ist übrigens gegenwärtig meist in der Form des folgendenBrausesalzes im Gebrauche. Wo Lösungen häufiger verordnet werden, kann man einesolche mit 20 Procent Magnesiumeitrat nach folgender Vorschrift vorräthig halten.
Liquor Magnesii citriei, 20 Proc. Flüssiges Magnesiumeitrat. In eine kalteLösung von 17,5 krystallisirter Citronensäure in 80,0 destillirtem Wasser werdenunter Umrühren 5,0 gebrannte Magnesia nach und nach eingetragen, nach Verlauf einerViertelstunde flltrirt. Das Filtrat betrage 100,0. Es enthält 20,0 amorphes Magnesiumeitrat.
II. Magnesium citricum effervescens (Austr. Genn. Heb,.). Poudre pour
limonade seche au citrate de magnesie (Gall). Magnesii Citras effervescens (U-St).Brause-Magnesia. Brausendes Magnesiniucitrat. Es ist diejenige Form, in welcherdas Magnesiumeitrat am häufigsten verordnet wird, weil es in dieser Zubereitung seineLösliehkeit bewahrt und zwar infolge der Gegenwart von freier Citronensäure, von Citratenbez. Tartraten und von Zucker.