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2 (1902)
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Lippia. Lithium benzoicum.

Thoulet's Lactifer, ein Vieh-Nährpulver, besteht aus Weizen- und Leinsarnenmehl,Fenchel, Bockshornsamen, Natriumbikarbonat, Süssholz und Kreide.

Universalmittel gegen Rheumatismus und Diphtherie von Pochlee aus Gräfenbergist gereinigtes Leinöl.

d) Ueber die Faser des Lein vergl. Bd. I. S. 1243.

Lippia.

Gattung der VerbenaceaeVerbenoideaeLantaneae.

I. Lippia CitriodOra (Lam.) Kuilth. Heimisch in Südamerika, vielfach seinesWohJgeruches wegen kultivirter Strauch. In Südamerika trinkt man den Aufguss derBlätter wie Thee, verordnet sie auch arzneilich. In Frankreich sind die Blätter officinell.

Folia Aloysiae. Feuille de Yerveine odorante (Gall.). Die Pflanze liefert dasechte Verbenaöl. Die Blätter enthalten davon 0,09 Proc. Spec. Gew. 0,9. Es dreht 12° 38' und enthält 35 Proc. eines Aldehyds. An seiner Stelle ist häufig das Oel vonAndropogon citratus D.O. im Handel (vergl. Bd. I, S. 304).

II. Lippia dulCIS Trevir. (Lippia mexicana). Heimisch in Columbia, Central-amerika und auf Cuba. Die Blätter oder die ganze blühende Pflanze verwendet man ge°-enAsthma, Husten, Bronchitis u. s. w., sie soll in grossen Dosen brechenerregend und ein-schläfernd wirken.

Bestandtheile. Verbenagerbstoff, ein dem Quercetin verwandter Körper,Lippiol, ein kampherartiger Körper von aromatisch bitterem Geschmack, Träger derWirkung, ätherisches Oel.

III. Lippia nodiflora Rieh. Das Dekokt verwendet man gegen Verdauungs-beschwerden, das von L. adoensis Höchst, gegen Fieber und als Diaphoretieum.|

Lithium benzoicum.

Lithium benzoicum (Ergänzb.). Lithii läenzoas (U-St.). Benzoate de Lithine(Gall.). Lithonum benzoicum. Lithiumbeuzoat. Benzoesaures Lithium. C 0 H 5 CO.,Li.Mol. Gew. == 128.

Darstellung. Man bringt in eine Porcellanschale 30,3 Th. trocknes Lithiumcarbonat,verrührt dasselbe mit 300 Th. destillirtem Wasser und giebt nun in kleinen Antheilen,unter schwachem Erwärmen auf dem Dampf bade und unter Umrühren allmählich 100 Th.Benzoesäure (Acidum benzoicum e Toluolo, s. Bd. I, S. 15) hinzu. Nach erfolgter Auf-lösung filtrirt man rasch durch einen Warmwassertrichter und dampft entweder ein, bisman eine Salzmasse erhält, welche bei 3035° C. vollständig ausgetrocknet und dann zer-rieben wird, oder man dampft bis zum Gesammtgewicht von 250 Th. ein, lässt krystallisireuund trocknet die Krystalle bei gewöhnlicher Temperatur auf porösen Unterlagen. Aus-beute 104-105 Th.

Eic/enschaften. Ein weisses Salzpulver oder dünne glänzende Schüppchen, speeifischleicht, etwas fettig anzufühlen, luftbeständig, geruchlos oder von schwach benzoeartigemGerüche, von kühlendem, süsslichem Geschmacke und von neutraler oder schwach saurerReaktion. Es löst sich in 3 Th. kaltem oder 2 Th. siedendem Wasser oder 10 Th. Alkoholvon 90 Proc. Die wässerige Lösung (1 = 10) giebt auf Zusatz von Salzsäure einenBrei weisser, glänzender Krystalle. Letztere lösen sich in heissem Wasser, ferner auch inder Kälte leicht in Aether. Die wässerige Lösung giebt beim Versetzen mit Ferrichlorid-lösung einen rehbraunen Niederschlag von Ferribenzoat. Beim Erhitzen schmilzt das Salzzunächst, in höherer Temperatur verkohlt es unter Ausstossung leicht entzündlicher undaromatisch riechender Dämpfe (von Benzol) und hinterlässt alsdann einen weissen, alkalisch