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2 (1902)
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165
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Juniperus. 165

i0,86 Helv.). Das oben erwähnte ungarische Oel hat in der Regel ein ziemlichniedriges spec. Gew. mit zwar von 0,8620,868.

Wacholderbeeröl ist meist linksdrehend, bis11° 0. im 100 mm-Rohre, selten inaktiv

id. nur i n vereinzelten Fällen schwach rechtsdrehend. Frisch destillirtes Oel löst sich

gewöhnlich in 810 Theilen Spiritus auf; die Löslichkeit vermindert sich aber schon nach

ehrwöchentlichem Stehen, so dass sich selbst mit grossen Mengen Spiritus keine klare

osung erzielen lässt. Mit Chloroform, Schwefelkohlenstoff, Benzol oder Amylalkohol mischt

es s wh klar in jedem Verhältniss.

Bestandtheile. Die Hauptmenge des Oeles besteht aus Kohlenwasserstoffen, und

z war sind sicher nachgewiesen in den von 155160° C. siedenden Antheilen Pinen, C 10 H 1( ,,

n d in der oberhalb 260° C. siedenden Fraction Cadinen, C 15 H. 21 . Ausserdem ist noch ein

öderes Sesquiterpen zugegen, dessen niedriges spec. Gew. auf seine Zugehörigkeit zu den

'Phatischen Verbindungen hindeutet. Der Träger des charakteristischen Wacholder-

sWuchs igt noch unbekannt. In alten Oelen ist mehrfach die Abscheidung eines nadel-

ormig krystallisirenden, geruch- und geschmacklosen Stearoptens beobachtet worden.

Aufbewahrung. Wacholderbeeröl verharzt bei sorgloser Aufbewahrung sehr leicht,°bei es dickflüssig wird, saure Reaktion annimmt und sein spec. Gewicht erhöht, so be-an rt man es in ganz gefüllten Flaschen im Dunkeln auf.

Anwendung. Wacholderbeeröl wird hauptsächlich als Volksheilmittel innerlich und

^sserlich gebraucht. Gabe 0,10,2 g = 36 Tropfen einige Male täglich als Elaeosac-

Mum oder in Tinkturen. Die grösste Verwendung findet es zur Darstellung von Schnäpsen

Likören wie Steinhäger, Gin und Genievre.

Ol. Juniperi e Ligno. (Ergänzb.) Das Handelspräparat ist eine Mischung von

eum Juniperi und Ol. Terebinthinae (1 -f- 9). Das Holz des Wachholders enthält keine

e Kretbehälter und kann daher kein Oel liefern.

II. JutliperUS OXycedrUS L. Im Mittelmeergebiet bis Kaukasien.

1. Durch trockene Destillation gewinnt man aus dem Holz dieser, aber auch anderer

e i einen Theer: Oleum Juniperi / enipyreumaticum (Ergänzb. Helv.). Oleum cadi-

UIU (Austr. Brit. U-St). Oleum Cadi. Ol. Juniperi nigrum. Ol. Juniperi Oxy-

, r *« Wacholdertkeer. KadeöL Kadöl. Kaddigöl. Kadinöl. Takinöl. Spa-

aiscu-Cederöl. Huile de cade (Gall.). Oil of Cade. Juniper Tar-Oil.

Beschreibung. Es bildet eine braune, dickliche, theerartige Flüssigkeit von

endlichem, zugleich an Wacholder erinnerndem Geruch und brennend gewürzhaftem

'eschmack. Es ist in Anilin und Aether vollständig, in Petroläthcr, Chloroform, Schwefel-

Wenstoff, Alkohol theilweise, in Wasser kaum löslich, demselben aber Geruch und

lu 'e Reaktion ertheilend, in Eisessig unlöslich. Spec. Gew. 1,005, zuweilen aber auch

achter als Wasser.

Art

Filt:

Mit 4 Theilen Wasser erwärmt, giebt es nach dem Erkalten ein nahezu farblosesrat von saurer Reaktion, das ammoniakalische Silberlösung in der Kälte, alkalischeUpferlösung in der Wärme redncirt. Die wässerige Lösung wird ferner mit Eisenchlorid[l 1000) roth.

Bestandtheile. Homologe der Essigsäurercihe, KohlenwasserstoffeJ^ m Siedepunkte 210400° C, Harz, Phenole (Derivate des Brenzkatechins, wie^uajakol, Kreosol, Aethyl- und Propylguajakol)._ Anwendung. Aeusseilich entweder unvermischt oder in Salben und Linimenten1 Krätze, nasser Flechte. Ausschlag, Schuppenflechte u. dergl.

Da der Gehalt des Theeres am Phenolen ein geringer ist, wirkt er wenig des-mflcirend.

Emulsio de Oleo cadino (Gall.).

Emulsion d'huile de cade.Wie Emuls. Baisami tolutani Gall. (Bd. I, S.2U bereiten.

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Linimeiitnui cadinum saponatuni Hebka.

Hebka's flüssige Theerseife.Rp. Olei Juniperi empyreum.

Saponis viridis äa 25,0

Spiritus 50,0.

Gegen Kratze.