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Resolventia, Resobbentia, Antidyscrasica.
lischem Zustande auf verschiedenen Wegen und in verschiedenen Formenin den Organismus gelangen: z. B. als Dampf inspirirt, dringt es indie Alveolen und schlägt sich, wohl niedergerissen von Wasser-dampf, der sich condensirt, in Form feinster Kügelchen nieder,welche bei ihrer relativ grossen Oberfläche der umgebenden, Chlor-natrium und Eiweiss enthaltenden Flüssigkeit Gelegenheit bieten, einlösliches und alsdann zur Resorption kommendes (s. unten) Queck-silberpräparat entstehen zu lassen. Aehnlich liegen die Dinge bei An-wendung der (fein zertheiltes Quecksilber enthaltenden) grauen Salbeauf der Haut (Inunctionen). Dass hierbei das Quecksilber in m etal-lisch em Zustande ins Innere gehe, ist unmöglich. In fein vertheil-tem Zustande wird das metallische Hg auch vom Verdauungstractuszu einem Theile gelöst und gelangt so zu Resorption und localer Wir-kung ; hierfür ist nicht die Masse, sondern die Grösse der — chemischangreifbaren — Oberfläche entscheidend; in nicht vertheiltem Zustandeverschluckt, kann eine tausendfach grössere Menge ohne erheblichespecifisch-physiologische Wirkung den Darm passiren.
Die meisten anderen Quecksilberpräparate können sowohl vomMagendarmcanal als auch (am leichtesten, wenn sie wasserlöslichsind) vom Unterhautzellgewebe u. s. w. aus resorbirt werden; nur derZinnober (Quecksilbersulfid) ist unauflöslich für den Körper. Die inWasser löslichen Quecksilbersalze wirken ional; das Hg-Ion bildet(vielleicht nur Mercuri-, nicht Mercuro-) Albuminatverbindungen,das Säure-Ion befriedigt sich ebenfalls. Die Hg-Eiweisskörpersind theils im Ueberschuss von Eiweiss, theils durch Hinzutretenanderer Substanzen, wie Chlornatrium, Salzsäure u. s. w., lös-lich, so dass der Uebergang dieser Verbindungen in das Blut als lös-• liehe Albuminate wohl verständlich ist. Die in Wasser unlöslichen Ver-bindungen, Calomel und Jodür, gehen unter dem Einflüsse von Eiweisszumal in der lebenden Zelle bei Anwesenheit von Chlornatrium (undzumal von Salzsäure und Chlornatrium, wie im Magen) vielleicht zu-nächst in Sublimat über und bilden jedenfalls wie dieses mit dem Ei-weiss (salzsäurefreie und chlorfreie) Quecksilberalbuminate; Analogesgilt von den Oxyden; das Jodid hat zum Uebergange in Sublimat undin Quecksilber-Albumin ate alle Gelegenheit.
Den Hauptantheil des Quecksilbers scheidet der Organismus inner-halb weniger Tage aus (ein kleiner Theil scheint zeitweilig liegen zubleiben und gelegentlich, schubweise zur Elimination zu gelangen); dieAusscheidung erfolgt als Chlorid-Doppelverbindung (mit Natrium undKalium) im Harn, in der Galle und den Darmsäften, im Speichel u. s. w.
Besonders beachtenswerth ist, dass die Hg-Präparate in medici-