Arzneimittel
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am Kongo als Heilmittel gegen Schlafkrankheit bzw. als Tonikum u. Aphro-disiakum angewendet wird. Sie enthält das Alkaloid I b o g a i n. Formelu. Eigensch.: Nach Dybowsky u. L a n d r i n C 26 /7 ;!3 0 JV 3 bzw.C 52 // 66 0 2 A/ 6 , bernsteingelbe, orthorhombische Prismen; nach H a 1 1 e ru. H e c k e 1 C 26 H 82 0, A/ 2 , weiße Kristalle. Sm. beider Körper 152°. Geschmackbitter, zusammenziehend. Uni. in W., 1. 1. in heiß. A. u. den üblichen org.Lösungsmitteln. Lsgn. alle leicht zersetzlich. Alkoh. Lsg. besitzt geringe grüneFluoreszenz u. ist linksdrehend. Das Hydrochlorid ist kristallisierbar, 1. in W.;die übrigen Salze kristallisieren nicht. Anwend.: Ibogain wurde zuerst vonK u b o r n gegen Schlafkrankheit empfohlen. Später fanden Schlagden-häuften, H a 1 1 e r u. Lambert, daß es in mehrfacher Beziehung Ähn-lichkeit mit Kokain besitzt. Dos.: O'Ol—0 - 03 g tägl. Eingehendere klinischeVersuche wurden indes nicht angestellt. Z.
Lit.: Mercks Ber. 1903, S. 103 (daselbst auch Literaturangaben). — Landrin,Bull. sc. pharm. 1905/06.
lbol (E. W.). Enth. Carbo medicinalis „Merck", etwas Talkum u. Bolus,ferner 5% elementares Jod, das von der Kohle adsorbiert ist. Anwend.: Als des-infizierendes Wundmittel für die Tierheilkunde. Handelsform: Pulver, Paste u.Vaginalstäbchen. Herst: Merck. W.
Lit.: Dornis, Zschr. f. Veterinärk. 1918, Nr. 11.
lbolitain. Salbe, enth. einen Auszug aus Roßkastanien u. Nebennieren mitAnästhesin u. Dibenzoyltrijodresorzin. Herst.: Etabliss. Chatelain, Paris. Tnn.
Icas. Alkoh., mit Kampfer u. Salmiakgeist versetzter Auszug von Lorbeeren,Lorbeerblättern, Nelken u. Piment. (Hage r.) Z.
Ichden (E. W.). Dem Ichthyol analoges Präparat. Herst.: Lüdy & Co., Burg-dorf. Z.
Ich heile Frost (E. W.). Enth. Zinksulfat, Alaun, Bolus u. Methylsalizylat.Anwend.: Zu Bädern bei Frostschäden. Herst: H. Konrad, Mügeln-Leipzig. W.
Ichnol. Alkoh. Lsg. von Nelkenöl u. anderen äth. Ölen, mit Chlorophyllgefärbt. Anwend.: Gegen Zahnschmerzen. W.
Ichterol. Lt. Ang. ammoniakal. Ichthyollsg. Anwend.: Gegen Lahmsein.Herst: Chem.-pharm. Fabrik. Motzen, Kr. Teltow. W.
Ichthadone. Dem Ichthyol ähnliches Präparat. Herst: Arthur H. Cox,London. W.
Ichthalbin (E. W.) = Ichthyol-Eiweißverbindung. Darst:Ein Gemisch von Ichthyollsg. u. Eiweißlsg. wird mit verd. Schwefelsäure aus-gefällt; der Niederschlag wird nach dem Waschen bei 25—30° getrocknet u.zwecks Härtung, zugleich zur Entfernung des unangenehmen Geruches u.Geschmackes auf 120° erhitzt oder mit A., Bzl., Chlorof. o. dgl. behandelt.Eigensch.: Pulv., fein, graubraun, fast ohne Geruch u. Geschmack; unl. in W.u - in verd. Säuren, 1. in alkal. verdauenden Flüssigkeiten. Gehalt an Ichthyol-sulf osäure etwa 40%; demgemäß entsprechen 4 T. Ichthalbin 3 T. -Ichthyol.Pharmakol.: Wird erst im alkal. Darmsaft resorbiert, daher frei von den Neben-wirkungen des Ichthyols auf den Magen. Verringert die Fäulnisvorgänge imDarm. Anwend.: Als leicht resorbierbares Schwefelpräparat zur internen Be-