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2 (1925) Untersuchungsmethoden
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Atomstruktur.

Von Theodor Sabalitschka-Berlin-Dahlem.

Die Theorie über die Struktur der Atome leitet sich ab von Beobachtungen,welche man einerseits beim Durchgang von Elektrizität durch stark verdünnteGase, andrerseits beim Studium der radioaktiven Stoffe machte. In denHittorf sehen Röhren geht die Elektrizität durch Luft, die ungefährbis auf 0-02—0-001 mm Druck evakuiert ist. Dabei treten unter anderem diesogenannten Kathodenstrahlen auf. Sie gehen immer senkrecht von derKathodenfläche aus, ganz unabhängig davon, wo die Anode sich befindet; siebringen weiter nicht nur das Glas der Röhre, sondern überhaupt jeden un-metallischen Körper, auf den sie treffen, zur Fluorescenz. Die Gläser, aus welchenin Deutschland die Röhren hergestellt werden, leuchten gewöhnlich grün, einkünstlicher Rubin leuchtet mit prachtvoll rotem Licht, ein Stück Tropfsteinleuchtet blaurosa. Die Fluorescenzfarbe ist nur abhängig von dem bestrahltenKörper. Die Kathodenstrahlen sind auch chemisch wirksam, indem sie photo-graphische Platten in sehr kurzer Zeit schwärzen, und sie erhitzen die Stellen,auf welche sie auftreffen, ziemlich stark. Die Kathodenstrahlen werden durchden Magneten sehr leicht abgelenkt, und zwar so, wie ein mit ihnen zusammen-fallender Stromträger, in welchem der Strom gegen die Kathode hinfließt.Weiter üben die Kathodenstrahlen auf leicht bewegliche Körper eine mechanischeWirkung aus, so daß sie Flügelrädchen drehen können. Jeder Körper, der vonden Kathodenstrahlen getroffen wird, wird negativ elektrisch. Die Kathoden-strahlen führen also negative Ladung mit sich, sie sind negativ geladene kleineMassen oder vielmehr die Elektrizität selbst, Elektronen. Durch Messung dervon den Elektronen mitgeführten Elektrizitätsmengen sowie der Ablenkung,welche die Elektronen unter der Einwirkung elektrostatischer oder elektro-magnetischer Kräfte erfahren, kann Ladung, Masse und Geschwindigkeit derElektronen bestimmt werden. Die Masse der Elektronen ändert sich nun mitihrer Geschwindigkeit; sie nimmt stark zu, wenn die Geschwindigkeit sich derLichtgeschwindigkeit nähert. Die Masse der Elektronen ist also nicht konstant.Die Veränderlichkeit der Masse ist zurückzuführen auf die Wirkung der mitden Elektronen bewegten elektrischen Ladung auf den umgebenden Äther.Auf der elektromagnetischen Beeinflussung von Seiten des Äthers beruht wohlüberhaupt die „Masse" des Elektrons oder seine Trägheit. Deshalb schreibtman dem Elektron nur eine scheinbare Masse zu. Sie ist in Wirklichkeitenergetischer Natur. Man hat für die Masse eines negativen Elektrons bei nichtzu großer Geschwindigkeit den 1 / im Wert von der Masse.des Wasserstoffatomsgefunden. Die Elektronen haben somit ein sehr kleines „Atomgewicht". DerRadius eines Elektrons ist 2T0~ 13 cm, während der Radius der chemischen

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