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Grundriß der Pharmakochemie
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sich die Farbstoffe in den Pflanzen in Form von Glykosiden, aus denendurch Hydrolyse oder durch Fermentwirkung der Farbstoff abgespaltenwird (Euberythrinsäure, Indikan usw.).

Die Pflanzenfarbstoffe besitzen meist schwach sauren Charakter,der einzige basische Pflanzenfarbstoff ist das, gleichzeitig in die Gruppeder Alkaloide gehörende, Berberin.

Nach ihrer Konstitution lassen sich die Pflanzenfarbstoffe folgender-maßen gruppieren 1 ):

1. Farbstoffe, diesichvom Orcin und seinen Derivaten ableiten:

(Orseille, Lackmus).

2. Farbstoffe der Pyronreihe:

a) Xanthon-Derivate (Gentisin usw.):

(in weiterem Sinne auch Maclurin, Catechin).

b) Flavon und Flavonol-Derivate:

(Chrysin, Luteolin usw., Fisetin, Quercetin usw.).

c) Chromen-Derivate:

(Brasilin, Hämatoxylin).

3. Farbstoffe der Naphthalinreihe:

(Lapachol, Lomatiol).

4. Farbstoffe der Anthracenreihe:

(Krapp-Farbstoffe).

5. Farbstoffe der Isochinolinreihe:

(Berberin).

6. Farbstoffe der Indolgruppe:

(Indigo).

Lackmus.

Verschiedene Arten von Eoccella Ascolichenes-Eoccellaceae.

Lecanora Ascolichenes-Lecanoraceae.Ochrolechia Ascolichenes-Pertusariaceae.- Lackmus wird aus den genannten Flechtenarten dargestellt durchammoniakalische Gährung unter Zusatz von Pottasche und Kalk undnachträglicher Vermengung mit Kreide oder Gips. Bei der Behandlungderselben Flechten mit Ammoniak und Kalk an der Luft, entstehtOrseille. Als Bestandteile des Lackmus sind isoliert worden 2 ):Azolitmin, Erythrolein, Erythrolitmin, Spaniolitmin. Diese

J ) Vgl. Eupe, 1. c.

2 ) Kane, A. 39 (1841) 25. Gelis, Dingl. polyt. Journ. 82 (1841) 50.Wartha, B. 9 (1876) 217. Brown, Jahresb. d. Ohem. 1896, 1636.