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Grundriß der Pharmakochemie
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Es ist löslich in Äther, Alkohol, Benzol, Toluol, Chloroform, Eisessig,ätzenden und kohlensauren Alkalien. In der alkoholischen Lösungerzeugt Eisenchlorid eine dunkelbraunrote Färbung. Von Emodinunterscheidet es sich u. a. durch die größere Löslichkeit in Toluol.

Rhein 1 ), C 15 H 10 0 6 (?)C 15 H 8 0 6 (?), kristallisiert aus Pyridin inkleinen, gelben, sublimierbaren Nadeln, welche bei 321° schmelzen.Es ist in den meisten Lösungsmitteln sehr schwer löslich. In konzentrierterSchwefelsäure, in Alkalien und Alkalikarbonaten löst es sich mit tief-roter Farbe.

Ehe'in kann dargestellt werden 2 ) aus dem, dem Rheum-Emodinisomeren Aloe-Emodin durch Oxydation mit Chromsäure in Eisessiglösung.

Cortex Frangulae.

Rhamnus Frangula L. Bhamnaceae Rhamneae.

Bestandteile 8 ): Frangulin, Emodin, Chrysophansäure (s. b. Clirysarobin).

Frangulin, C 2 iH 20 O 9 , bildet zitronengelbe, seidenglänzende, ge-ruch- und geschmacklose Nadeln, welche bei 228230° schmelzen.In Wasser und kaltem Äther ist es unlöslich, in heißem Alkohol undin heißem Benzol ziemlich leicht löslich. Von konzentrierter Schwefel-säure und von Ätzalkalien wird es mit dunkelroter Farbe gelöst.

Beim Kochen mit verdünnten Säuren wird Frangulin zerlegtin Emodin und Rhamnose:

C 21 H 20 O 9 + H 2 0 = C 15 H 10 O 5 + C 6 II 12 0 5

Frangulin Emodin Rhamnose

1 ) Hesse, Pharm. Journ. [4] 1 (1895) 325; A. 309 (1899) 43; Journ. f prakt.Chemie 77 (1908) 388; Südd. Apoth.-Zeitg. 48 (1908) 775; Tschirch und Heu-berger. Ärch. d. Pharm. 240 (1902) 610. Oesterle und Tisza, Arch. d. Pharm.246 (1908) 432; Schweiz. Wochensch. f. Chem. u. Pharm. 46 (1908) 701.

2 ) Oesterle, Arch. d. Pharm. 241 (1903) 604).

3 ) Binswanger, A. 76 (1850) 356; Oasselmann, A. 104 (1857) 77;Schwabe, Arch. d. Pharm. 226 (1888) 569; Paust, A. 165 (1872) 229. Thorpeund Müller, Journ. chem. soc. 61 (1892) I, 1; Tschirch und Pool, Arch. d.Pharm. 246 (1908) 315. Als Bestandteile sind noch angeführt worden Avornin(Kubly, Pharm. Zeitschr. f. Bußland 5 (1866) 160), das vielleicht nur unreinesFrangulin ist, ferner Praugulas'äure, die mit verdünnten Säuren in einen nichtgärungsfähigen Zucker und Pseudof rangulin zerlegt werden soll. Pseudofrangulinselbst soll bei der Hydrolyse in Pseudo-Bmodin und Zucker zerfallen. AuchFrangula-Rhamnetin und Frangula-Bhamnin sind als Bestandteile genanntworden. (Aweng, Jouru. d. Pharm, v. Elsaß-Lothringen 1897 1 183.)