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und bei 20° das spezifische Gewicht 0,9267 besitzt. Bei niedrigerTemperatur wird Cineol fest und schmilzt bei —l 01 ).
Seine Konstitution entspricht dem Formelbilde 2 ):
GH
H*CK "CH 2
CH S —C—CH 3
H 2 C
CH 3
Cineol
Mit Brom, Halogenwasserstoff, mit Phosphorsäure, Arsensäure,Oxalsäure, Ferro- und Ferricyanwasserstoffsäure, mit a- und ß-Naphtol,Resorcin, Pyrogallol, Jodol usw. bildet Cineol lose Additionsprodukte 3 ),aus denen Cineol leicht regeneriert werden kann. Die Phosphorsäure-verbindung 4 ) und das Chlorwasserstoffadditionsprodukt wird zur tech-nischen Darstellung des Cineols benutzt 5 ).
i) Wallach, A. 239 (1887) 22; 245 (1888) 195.
2 ) Wallach, A. 291 (1896) 350.
3 ) Wallach und Brass, A. 225 (1884) 300, 303. Thoms und Molle,Arch. d. Pharm. 242 (1904) 172. Baeyer und Villiger, B. 34 (1901) 2689.Henning, Ohem. Oentralbl. 1899 I 764.
Über die Verwendung von Kesorcin zur Bestimmung von Cineol in Eucalyptus-ölen s. Wiegand und Lehmann, Chem. Zeitg. 1908 109: Pharm. Centralhalle1908 749.
Cineol kann direkt zur Reindarstellung komplexer Säuren verwendet werden.(Baeyer und Villiger, B. 35 (1902) 1206.)
Die Doppelverbindung mit Jodol eignet sich zum schnellen Nachweis vouCineol. In einigen Tropfen des zu untersuchenden Öles wird unter gelindem Er-wärmen Jodol aufgelöst. Bei Anwesenheit von Cineol scheidet sich die kristalli-sierte Doppelverbindung (Schmelzpunkt ca. 112°) aus. (Hirschsohn, Pharm.Zeitschr. f. Rußland 32 (1893) 49, 67. Bertram und Walbaum, Arch. d. Pharm.235 (1897) 178.)
4 ) Scammel, D. R. P. No. 80118.
6 ) In Cineol enthaltende Öle, z. B. Eucalyptusöl, wird trockenes Salzsäuregasunter guter Kühlung eingeleitet. Die ausgeschiedene Kristallmasse wird abgepreßtund mit Wasserdampf destilliert.
H
E