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Grundriß der Pharmakochemie
Entstehung
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363
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— 363 —

C 3 H 7

1

HC / V CH

1! 1

HCx /CH-CH

-OH

CH 3

oder

c 3

1

H 7

1~B.eZ

N3H-

-OH

HC X

/CH 2

CH»

Myristicol (?)

Myristicin 1 ), CnH^Os, stellt eine gelbliche, nach Macis riechendeFlüssigkeit dar, welche unter 15 mm Druck bei 149,5° siedet unddie durch Abkühlen auf — 20° nicht zum Erstarren zu bringen ist.Das spezifische Gewicht beträgt (19°) 1,1425. Myristicin ist alsAllylmethoxyoxymethylenbenzol der Formel

CH2-—CH=CH2

,CL

HOCH.O—C v

-CH

N5<

X)— CH 2

Myristicin

aufzufassen 2 ). Durch alkoholisches Kali wird es in Isomyristicin

*) Thoms, B. 36 (1903) 3446; Chem. Zeitg. 27 (1903) 938. Semmler,Chem. Zeitg. 27 (1903) 970. Eimini, Gazetta chim. ital. 34 (1904) II, 281; 35(1905) I, 406. Richter, Ärb. a. d. pharm. Inst. d. Univ. Berlin IV, 156.

2 ) Der, dem Myristicin entsprechende Trimethyläther ist das, in den hoch-siedenden Anteilen des Manila- Elemi- Öles aufgefundene Elemicin (Allyl-

trimethoxybenzol):

OHa—CH=CH 2

HO

CH

OH 3 0-O x x Ö-OCH 3

IOCH 3

Elemicin

Durch Natrium oder durch alkoholisches Kali geht es unter Wanderung der

doppelten Bindung in der Seitenkette in die entsprechende Propenylverbindung

(Iso-Elemicin) über. Semmler, B. 41 (1908) 1768, 1918, 2183, 2556.