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Grundriß der Pharmakochemie
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Zingiberen 1 ), C 15 H 24 , bildet ein farbloses, dünnflüssiges, zur Ver-harzung neigendes Ol, welches bei 269270° unter teilweiser Zer-setzung siedet und das spezifische Gewicht vou 0,872 (15°) besitzt.Es ist linksdrehend, bildet ein dickflüssiges Tetrabromid und einDihydrochlorid vom Schmelzpunkt 168°, ein Mtrosit (Schmpkt. 97°),ein Nitrosat (Schmpkt, 8688°) und ein Nitrosochlorid (Schmpkt. 97°).

Fructus Coriandri.

Coriandrum sativum L. Umbelliferae Apioideae Coriandreae.Bestandteile 2 ): Ätherisches Öl [enthält: d-Linalool, d-Pinen (s. S. 164)],

fettes Öl.

^ Linalool, C 10 H 18 O, (Coriandrol, Licareol), bildet eine farblose, mai-blumenähnlich riechende Flüssigkeit, welche bei 197198° siedet,das spezifische Gewicht 0,867 (20°) und das Brechungsvermögennj) = ca. 1,463 besitzt. Linalool ist in einer rechtsdrehenden und ineiner linksdrehenden Modifikation bekannt 3 ); i-Linalool ist bis jetzt

Als Gingeroi wird auch ein primärer, monocyklischer Alkohol bezeichnet,welcher aus Gingergrasöl isoliert wurde und für den die Konstitution

v

CH

i

H 2 C/ X CH

H 2 C V

^CH

v <y

CH 2 OHin Betracht gezogen wird (Semmler, d. ätherischen Öle III 213).

') v. Soden und ßojahn, Pharmaceut. Zeitg. 45 (1900) 414. Schreinerund Kremers, Pharmaceutic. Archives 4 (1901) 63, 141, 161.

2 ) Trommsdorff, Arch. d. Pharm. 52 (1835) 114. Kawalier, A. 84(1852) 351; Journ. f. prakt. Chem. 58 (1853) 226. Grosser, B. 14 (1881) 2485.Semmler, B. 24 (1891) 206. Schimmel & Uie., Ber. 1892 I 11. Semmlerund Tiemann, B. 25 (1892) 1180. Barbier, Compt. rend. 116 (1893) 1460.

3 ) Die stärkste Drehung nach links beträgt [a] D = 20,7 (Linalool ausLimettöl (Gildemeister, Arch. d. Pharm. 233 (1895) 179), die stärkste Rechts-drehung [a] D = + 19° 18' (Stephan, Journ. prakt. Chemie [2] 62 (1900) 523 f.Linalool aus süßem Pomeranzenschalenöl).