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Grundriß der Pharmakochemie
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163
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Je nach dem Verhältnis von Phenylhydrazin und Jod verläuft dieReaktion nach folgenden Gleichungen '):

.N2C e H 5 NH—NH 2 + 2J 2 = C 6 H 5 —N< || + C B H 6 NH 2 + 4HJ

Phenylhydrazin

Diazobenzoliinid

Aui

C 6 H 5 —NH—NH 2 + 2J 2 = C 6 H 5 J + N 2 + 3HJ

Phenylhydrazin Jodbenzol

Ketone können in gewissen Fällen durch Hydroxylamin inOxime übergeführt und durch Wägung der Oxime oder dui'ch Titrationdes nicht verbrauchten Hydroxylamins bestimmt werden -). (Bestimmungvon Carvon in Oleum (Jarvi.)

Die Bestimmung von Phenolen gründet sich auf die Wasser-löslichkeit der Phenolate. Durch Schütteln mit 5 % iger Natronlaugewerden die Phenole in wäßrige Lösung gebracht; aus der Menge dernicht löslichen Anteile kann der Gehalt an Phenolen berechnet werden.(Bestimmun» der Phenole in Oleum Thymi, des Eugenols in OleumCaryophylli). Gewisse Phenole lassen sich auch in Form ihrer Benzoe-säureester, in die sie durch Behandlung mit Natronlauge und Benzoyl-chlorid übergeführt werden, bestimmen 3 ). (Eugenol in Oleum Caryo-phylli.) Einzelne Phenole können aus alkalischer Lösung als Jodver-bindungen ausgeschieden werden. Aus der zur Fällung verbrauchtenJodmenge, die durch Rücktitration des überschüssigen Jodes ermitteltwird, berechnet sich der Phenolgehalt' 1 ). (Bestimmung von Thymol.)

Riechstoffe, welche den Charakter von Methylestern oder Methyl-äthern besitzen (Estragol, Eugenol, Apiol usw.) können dadurch be-stimmt werden, daß aus ihnen durch Erhitzen mit Jodwasserstoffsäuredie Methylgruppe als Jodmethyl abgespalten und dieses mit Silber-nitrat umgesetzt wird. Aus der Menge Jodsilber läßt sich der Methyl-gehalt und daraus die Menge der vorhandenen Ester oder Äther be-rechnen.

l ) Fischer, A. 190 (1878) 145. E. v. Meyer, Journ. f. prakt, Chem. [2]36 (1887) 115.

2 ) Kremers und Schreiner, Pharm. Keview. 14 (189tt) 76.

s ) Thoms, Ber. d. d. pharm. Gesellsch. 1 (1891) 278. Archiv d. Pharm.241 (1903) 592.

4 ) Messinger u. Vortmann, B. 23 (1890) 2753.

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