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in saurer Lösung rechtsdrehend. Asparagin ist das Halhamid der
Aminobernsteinsäur e:
NH 2 —CH— COOH
CH 2 -C0NH 2
Asparagin
Beim Kochen mit Säuren wird Asparagin in 1-Asparaginsäure(Aminobernsteinsäure) übergeführt:
KH B —CH—COOH
+
ch 2 -co:nh 2 ; öh : h
NH 2 —CH—COOHCH 2 —COOH
Asparaginsäure
+ NH„
Durch Einwirkung von salpetriger Säure entsteht 1-Äpfelsäure:CH-OH-COOHCH 2 -C00H
- Chrysatropasäure 1 ), C 9 H 5 (CH 8 )0 4 , bildet glänzende, blaßgelb-liche, bei 202—203" schmelzende Nadeln, welche in Wasser undin Äther schwer, in heißem Alkohol und in Chloroform leicht löslichsind. Die wäßrige und die alkoholische Lösung zeigen, namentlichauf Zusatz von etwas Alkali, schön blaue Fluorescenz. Kalium-permanganat erzeugt in der wäßrigen Lösung eine dunkelgrüneFärbung, welche auf Zusatz von einigen Tropfen verdünnter Schwefel-säure in Indigblau übergeht.
Durch Erhitzen mit Jodwasserstoffsäure, entsteht Jodmethyl undÄskuletin (4. 5. Dioxycumarin), durch Methylierung Dimethyläskuletin.Chrysoatropasäure ist somit aufzufassen als Monomethyläther desÄskuletins und zwar wird ihm die Konstitution
i) Paschkis, Ärch. d. Ph. 223 (1885) 541. Kauz-Krause, Aroh. d. Ph.223(1885) 721 236'(1898) 542, 237(1899) 9. Henschke, Aroh d. Ph. 226 (1888)203. Schmidt und Siebert, Aroh. d. Ph. 228 (1890) 143, 437. Schmidt, Arch.d. Ph. 236 (1898) 324. Ohrysatropasäure ist identisch mit Gelseminsäure undmit dem Scopoletin, dem Spaltungsprodukt des Scopolins, eines in verschiedenenScopolia-Arten enthaltenen Glykosides. Auch Pabiana imbrioata enthält Ohrysa-tropasäure.