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Beim Zerfall der im tierischen und pflanzlichen Organismus weitver-breiteten Lecithine 1 ) entsteht ebenfalls Cholin.
Semen Arecae.
Areca Catechu L. — Palmae — Ceroxyloideae — Arecinae.Bestandteile: Arecaidin, Arecolin, Guvacin, Arecain, Cholin (S. 10),
Fett, Gerbstoff.
—• Arecaidin 2 ), C^H^NC^, bildet farblose Tafeln mit einem Mol.Kristallwasser, das bei 100° entweicht. Entwässert schmilzt es bei223—224° unter Zersetzung. Es ist leichtlöslich in Wasser, schwerlöslich in absolutem Alkohol, unlöslich in Äther, Chloroform und Benzol.Die konzentrierte wäßrige Lösung reagiert schwach sauer. DasArecaidin besitzt die Struktur einer Methyltetrahydronikotinsäure:
BLO-
CH
\C — COOH
H„C\ /CH 0
CH 3
Arecaidin
') Als Lecithin bezeichnet man die Ester der GlyzerinphosphorsäureOH*—OH
CR - 0IL OH
CHo—0—P = 0
X>H
mit Fettsäuren (Stearin-, Palmitin-, Ölsäure) und Cholin. Die Lecithine sind nachfolgendem Schema zusammengesetzt
CH 2 — Oß
IOH - Oß
OH
IX)CH 2 — Ce 8 —N(CH 3 ) 3
ÜHi — O— P=0M)H
wobei R die Radikale der genannten Fettsäuren bedeuten.
2 ) Jahns, B. 21 (1888) 3404, B. 23 (1890) 2972, B. 24 (1891) 2615. Arch.Pharm. 229 (1891) 669.