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Schimper: Phanerogarnen.
Blüthenstandachse mit borstigen Spreublättehen; Hüllblätter stachelig oder häutig;Bliithen meist alle strahlig oder zwitterig; Griffel unter der Narbe ringförmig an-geschwollen. Früchte mit Pappus. Carduus, Distel, stacheliger Hüllkelch, Pappus-haare federartig. Girsium, wie vorige, aber Pappushaare einfach. Cnicus. Lappa,Hüllblattspitzen hakenförmig. Centaurea, Hüllblätter mit häutigem Rande oderBorsten, Randblüthen geschlechtslos. — b) Eupcdorieae. Blüthe strahlig; Hüll-kelch krautig; Köpfchenachse ohne Spreublätter; keine Anschwellung unter derNarbe. Petasites. Tussilago. Eupatorium. — c) Astereac. Randblüthen weib-lich, meist zygomorph. «j Anthemideae. Ohne Pappus. Anthemis und Acliilleamit Spreublättchen. Matricaria und Chrysanthemum ohne Spreublättchen. Arte-misia, mit nur röhrigen Blüthen. ß) Heliantheae. y) Calmduleae. ö) Senecioneae.Haarförmiger Pappus. Senecio. Arnica. e) Astereae. Pappus borstenförmig,häufig braun. Aster. Erigeron. Inula. Gnaplialium. Antennaria und Helichrysummit strohartigem Hüllkelche, t) Ambrosieae. Antheren frei. Xanthium. —2) Labiatiflorae. Blüthen zweilippig. In Europa nicht vertreten. Die meistensind südamerikanisch. — 3) Liguliflorae. Blüthen zungenförmig, gegliederte Milch-röhren. Taraxaeum, mit geschnabelter Frucht und Pappus aus einfachen Haaren.Laetuca. Crepis. Tlieracium, mit bräunlichem Pappus aus einfachen Haaren.Sonchus. Scorzonera und Tragopogon, mit federförmigen Pappushaaren. Leoutodon.
Geographische Verbreitung. Die Familie der C, mit ihren 10—(200(1Arten, die grösste des Pflanzenreichs, ist auf der ganzen Erde verbreitet und spieltüberall eine wesentliche Rolle in der Vegetation, jedoch weniger in den Wald-gebieten, als in offenen Landschaften. Deutschland besitzt an 300 Arten an denverschiedensten Standorten. Wichtige Nahrungspflanzen sind u. a.: Laetucasativa, Salat; Cichorium Endivia, Endivie; C. Intybus, Cichorie; Cynara Scolymus,Artischoke; Scorzonera kispanica, Schwarzwurzel; Artemisia Dracuneulus, Estragon.— Zierpflanzen sind u. a.: Dahlia variabilis, Georgine; Aster- Arten; Chrysan-themum- Arten; Helianthus annuus, Sonnenblume; Calendula officinalis, Ringelblume.
Giftig: Laetuca virosa, Giftlattich (Fig. (i6ü), ein nur in Süd- und West-deutschland wachsendes, bis 1,50 m hohes, nur oberwärts verzweigtes, ganz unbe-haartes Kraut, mit umfassenden, länglichen, am Rande und auf der Mittelrippestachelig gezähnten Blättern und kleinen gelbblühenden Köpfchen in vielgliederigerSchirmrispe. Die schwarzen Achänen tragen einen weissen Pappus. Die ganzePflanze ist reich an einem widrig riechenden weissen Milchsaft, der in Oesterreichals Lactucarium officinell ist. Die Toxicität der Pflanze ist nicht gross. Aehn-lich und häufiger ist Laetuca Seariola mit nahezu verticalen, nicht wie bei vorigerwagerechten Blättern und bräunlichen, nicht schwarzen Achänen; sie ist nicht giftig.
Officinell: Arnica montana liefert: Rad. Arnicae (Pharm, austr.), FloresArnicae (Pharm, germ., austr.). — Artemisia Absinthium, Wermuth: HerbaAbsinthii (ibid.). — Artemisia maritima var. Stechiiianniana in Turkestau:Flores Cinae (ibid.). — Matricaria Ghainomilla, Kamille: Flores Chamomillae(ibid.). — Cnicus benedictus (Südeuropa): Herba Cardui benedicti (Pharm,germ.). — Inula Uelenium: Radix Helenii (ibid.). — Tussilago Farfara, Huf-lattich: Folia Farfarae (ibid.). — Acliillea Millefolium, Schafgarbe: HerbaMillefolii (Pharm, austr.). — Anthemis nobilis: Flores Chamomillae ro-manae (ibid.). — Spilanthes oleracca (Südamerika): Herba Spilanthis (ibid.). —Lappa vulgaris, Klette: Rad. Bardanae (ibid.). — Anacydus Pyrethrum (Süd-europa): Rad. Pyrethri (ibid.). — Taraxaeum officinale, Löwenzahn: Rad. Ta-raxaei (Pharm, germ., austr.). Folia Taraxaci (Pharm, austr.). — Laetucavirosa, Giftlattich; Lactucarium (Pharm, austr.). — Vorderasiatische Chrysan-themum- Arten liefern das persische Insectenpulver.
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