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Lehrbuch der Botanik für Hochschulen : mit 667 Abb.
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Schenck:

Gewebekörper vorstellen, die am oberen Ende grüne oberirdische Thalluslappenentsenden. Die Arcliegonien entspringen am Grunde dieser Thalluslappen, dieAntheridien auch auf den Lappen selbst.

Die Prothallien sind alle monöcisch. Die Antheridien (Fig. 350 G) sind indas Gewebe etwas eingesenkt und umschliessen zahlreiche Spermatozoidmutter-zellen, aus denen die kleinen zweiciligen Spermatozoiden frei werden. DieArcliegonien (Fig. 350 D) sind ähnlich wie bei den Farnen beschaffen, haben

Fig. 350. Lycopodium cernuum. A Prothallium mit zwei Archegonien ar und einem Anthe-

ridium an. Vergr. 70. B älteres Prothallium p mit ansitzender Keimpflanze. Vergr. 15.

0 Schnitt durch ein Antheridium. Vergr. 250. T) Archegonium, o Eizelle, Je Bauchcanal-

zelle, he aufgelöste Halscanalzelle. Vergr. 250. (Nach Treub.)

aber einen kürzeren Halstheil, dessen oberste Zellen beim Oeffnen zu Grundegehen. Die Embryoentwicklung verläuft in anderer Weise als bei den Farn-kräutern und zeigt gewisse Aehnlichkeit mit derjenigen von Selaginella (Fig. 355).Es wird ein Embryoträger oder Suspensor gebildet, der aber auf demFussende des Embryos oder zwischen Fuss und Stammknospe steht.

Officinell sind die Sporen von Lycopodium claratum und andererArten (Lycopodium, Pharm, germ., austr.). Sie werden als Hexenmehlbezeichnet.

2. Ordnung. Selaginellaceaei 55 ).

Die Gattung Selaginella ist bei uns nur durch einige wenige Arten, inden Tropen dagegen durch zahlreiche Formen vertreten. Sie besitzen theilsniederliegende am Boden kriechende, reich gabelig, mit sympodialer Ausbildung-verzweigte, theils aufrechte verzweigte Stengel, einige sind rasenbildend, andereklettern sogar mit mehrere Meter langem Stengel im Gesträuch empor. Im All-gemeinen haben die Selaginellen ähnlichen Habitus wie die Lycopodien, ihr Stengelist mit kleinen schuppenartigen Blättchen und zwar meist in dorsiventralerAnordnung besetzt, so bei der in den Alpen einheimischen Selaginella Iielvetica(Fig. 351), deren Stengel zwei Keinen kleiner sogen. Oberblätter, und zwei