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Strasbura'er:
reichlicheren Inhalt unterscheiden. Dünnwandige Prosenchyme brauchenandererseits nicht immer inhaltsarm zu sein, müssen sich aber doch durchdie Zuspitzung und das Ineinandergreifen der Zellenden als Prosenchymkennzeichnen.
Ein noch undifferenzirtes Gewebe, das in der Zellvermehrung steht.wird embryonales Gewebe oder Meristem genannt. Die Meristeme derembryonalen Anlagen und der Vegetationspunkte werden als Urmeristeme.alle von diesem Ürmeristem direct abzuleitenden Meristeme als primärebezeichnet. Solche primären Meristeme vermögen auch zwischen fertigenGeweben ihren mcristematischen Charakter zu behalten. Fertig ausgebildeteGewebe heissen im Gegensatz zu den Meristemen Dauergewebe. UnterUmständen tritt ein Dauergewebe wieder in Zelltheilung ein und bildet einseeundäres Meristem oder Polgemeristem.
Bestimmte Gewebe treten uns im Pflanzenkörper zu höheren histolo-gischen Einheiten vereinigt entgegen und werden dann als Gewebesystemezusammengefasst. Es lassen sich drei solcher Gewebesysteme bei den höherorganisirteu Pflanzen unterscheiden: das Hautgewebesystem, das Ge-fässbündelsystem und das Grundgewebesystem.
Die Gewebe, welche an dem Aufbau der Gewebesysteme betheiligtsind, müssen aber, ihrer Entstehung nach, in primäre und seeundäregeschieden werden. Die primären sind solche, welche aus dem Ürmeristem.die seeundären solche, welche aus primären Meristemen oder aus Folge-meristemen hervorgehen.
Wir müssen zuerst die primären Bestandteile der Gewebesystemekennen lernen.
A. Primäre Gewebe.
Das Hautgewebesystem. Bei den Pteridophyten und Phanerogameuist die Körperoberfläche von einer scharf abgesetzten Oberhaut oder Epi-dermis überzogen. Diese Epidermis ist fast immer einschichtig (Fig. 74 e),meist scharf gegen das innere Gewebe abgesetzt, an der Aussenseite stärkerverdickt. Letzteres im Besonderen an allen für längere Lebensdauer ein-gerichteten, oberirdischen Pflanzentheilen, während die vergänglichen, wiez. B. Blumenblätter, und die unterirdischen, so vor Allem die Wurzeln, meistnur dünnwandige oder doch nur schwach verdickte Epidcrmiszellen auf-weisen. Auch bei starker Verdickung der Aussenwandungen der Epidcrmis-zellen sind deren Seitenwandungen, zum Mindesten in einem Theile ihresVerlaufs, unverdickt. Die Aussenwände sind mehr oder weniger vollständigcutinisirt; sie werden von einem zarten Häutchen gedeckt, das continuirlichüber die Epidcrmiszellen fortläuft und das man als Cuticula bezeichnet.Diese Cuticula ist besonders stark cutinisirt und widersteht selbst der Ein-wirkung concentrirter Schwefelsäure. Sie geht aus den primären Wändender jüngeren Epidermiszellen, die während der Grössenzunahme der Pflanzen-theile sehr bedeutend gestreckt und durch Einlagerung von Cutin verstärktwerden, hervor. Häufig ist die Cuticula etwas faltig und erscheint in Folgedessen gestreift (Fig. 113). Durch Verdickung und Cutinisirung der Epi-dermiszellen an ihrer Aussenseite wird deren mechanische Leistungsfähigkeiterhöht und die Transpirationsgrösse herabgesetzt. Durch besonders starkeVerdickung und Cutinisirung der Aussenwände ihrer Epidermiszellen pflegendie Pflanzen trockener Klimate, oder solche, bei welchen aus anderen Gründen