Druckschrift 
1 (1911) Die Rinden, Hölzer und Rhizome
Entstehung
Seite
12
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

12

\

I

1

kleine Zellen für die letzteren, größere, zumal die reichlich kristallsandführenden,

für markstrahlähnliches Parenchym.b) Baststrahlen:

a) Bastfasern: Die charakteristischsten Elemente der Rinde. Baldzu ziemlich scharf radialen Reihen zusammengestellte, bald mehr regellosangeordnete, nach der primären Rinde hin spärlich, innen aber sehrreichlich vorhandene Fasern (neben MP Fig. I, Taf. II). Sie sind farblosoder höchstens schwach gelblich, ungewöhnlich breit (20, 5070, 90 (i)und von mehr oder weniger regelmäßig polygonalem Umriß.Die Verdickung ist, von Ausnahmefällen abgesehen, eine sehr starke.Eine Differenzierung der Wand in eine dünne primäre und eine dickesekundäre Schicht läßt sich nur bei stärkerer Vergrößerung (Fig. V, Taf. II)erkennen. Eine schwache gestattet indessen schon die Feststellung einerdeutlichen Schichtung der dicken sekundären Lamelle.Poren durchziehen als zylindrische, oft bogenförmig verlaufende Kanälchendiese Verdickungsschichten.

ß) Parenchym: Außer dem schon oben erwähnten markstrahläbnlich ange-ordneten, durch Kristallzellen ausgezeichneten Parenchym, wäre hier nochdas quantitativ recht zurücktretende, in den typischen Phloemstrahlenbefindliche zu nennen. Seine Zellen fallen durch relative Größe gegen-über den Siebröhren und Geleitzellen des Strahls auf, sind ziemlich un-regelmäßig gestaltet und führen nur in seltenen Fällen Kristallsand.

y) Siebröhren und Geleitzellen: Kleine polygonale, hie und da kambium-ähnlich orientierte Zellen in unmittelbarer Nähe der Bastfasern.

Längsschnittansichten.

A. Radialer Längsschnitt.

1. Kork (K Fig. I, Taf. III): Im allgemeinen wie auf dem Querschnitt.

2. Primäre Binde (RR Fig. I, Taf. III): Ihre Parenchymzellen sind isodiametrischund zu mehr oder weniger scharfen Längsreihen geordnet. Zellen der äußerenSchicht, bei dichtem Gefüge, rechteckig bis polygonal. Diejenigen der Innen-schicht rundlich, mit kleinen Interzellularräumen versehen. Die eingestreutonKristallzellen (Kz Fig. I, Taf. III): Wie auf dem Querschnitt.Sekretschläuche (S Fig. I, Taf. III): Hier in Röhrenform hervortretend.

3. Sekundäre Binde (R,-R, Fig. I, Taf. III):

a) Markstrahlen (M Fig. I, Taf. III): Niedere, sehr kleinzellige Strahlen,die in äußeren Teilen der sekundären Rinde meist mit einem aus poly-gonalen Zellen bestehenden Kopf beginnen (M bei S Fig. I, Taf. III). Die Zellender nach innen anschließenden Markstrahlteile (M Fig. II, Taf. III) sindrechteckig, bei oft starker radialer Streckung.

b) Baststrahlen: *

a) Parenchym: Der in den typischen Phloemstrahlen befindliche Teil bestehtaus schmalen, axial etwas gestreckten, meist rechteckigen Zellen (P Fig. Iu. II, Taf. III) oder aus schon breiteren (P, Fig. I, Taf. III), die durchQuerteilung einer ursprünglich faserartigen Zelle entstanden sind.Das oben" schon erwähnte markstrahlähnlich angeordnete Parenchymbildet häufig die typischen Markstrahlen einschließende oder ihnen ange-

! -