Glycoside.
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eutl 'alem Bleiacetat von Gerbstoffen, Pfianzensäuren etc. befreit und wirdas Filtrat alsdann, nach Entfernung des Bleiüberschusses durch Schwefel-as serstoff, Natriumsulfat oder Natriumphosphat, entweder direct zur Kry-au isation eingedampft oder das Glycosid mit Gerbsäure (s. Adonidin) oder14 Basisch-Bleiacetat (s. Daphnin) gefällt. In manchen Fällen kann auch dielal J'se zur weiteren Beinigung der mit Bleiacetat etc. behandelten Bflanzen-Usz üge Verwendung finden. Selten genügt es, die betreffenden Pflanzentheile' Ur mit Wasser, Alkohol oder Aether zu extrahiren und diese Auszüge zur1 J'stallisation einzudampfen. Enthalten die Pflanzen neben dem Glycosid, n glj'cosidspaltendes Ferment, so ist bei der Darstellung des Glycosides aufne vorherige Beseitigung dieses Fermentes Bedacht zu nehmen. (Vergl.m ygdalin, Sinigrin.)
, Die Glycoside sind feste, nicht flüchtige, meist krystallisirbare Ver-
n dungen, welche gewöhnlich in Wasser und in Alkohol mit neutraler
r ea otion löslich sind. Gegen Agentien zeigen sie ein sehr verschiedenes
Quälten. Obschon im Allgemeinen sich die Spaltung derselben in
J'oose etc. mit grosser Leichtigkeit vollzieht, so sind doch einige
ycoside bekannt (z. B. Saponin), wo verdünnte Schwefelsäure, selbst
Ca mehrtägigem Erwärmen, dieselbe nur in unvollständiger Weise
^irkt. Bei der Spaltung der Glycoside durch Fermente ist es be-
. r kenswerth, dass die einzelnen Fermente nur ganz bestimmte Glyco-
e ta ihre Bestandteile zu zerlegen vermögen. Emulsin spaltet z. B.
S Amygdalin, das Saliern, das Aesculin, das Coniferin etc., nicht da-
b Sen d ag Si n igri n; Hefeenzym spaltet aus Amygdalin, unter Bildung
^ n Amygdonitrilglycosid (s. dort), nur ein Molecül Traubenzucker ab,
Mulsin dagegen bewirkt vollständige Zerlegung (s. oben). Aehnliche
'•uelle Spaltungen vollziehen sich vielleicht schon zum Theil im pflanz-
1 en Organismus, bezw. bei der Isolirung der Glycoside daraus, so
. Ss die aus pflanzlichem Material dargestellten Glycoside bisweilen
p W die primären, sondern erst die seeundären Producte sind. Durch
Sitzen auf 200° C. und darüber werden viele Glycoside in ihre Compo-
ten zerlegt, wobei jedoch nicht Glycose, sondern das Zersetzungs-
>, iu ct derselben, Glycosan (s. S. 884), gebildet wird. Fehling'sche
fe. Erlösung und ammoniakalische Silberlösung werden erst in der
rille von der Mehrzahl der Glycoside reducirt. Erwärmt man die-
en ferner mit verdünnter Gallenlösung und etwas concentrirter
w efelsäure auf 70° C., so tritt bei den Glycose liefernden Glycosiden
e «othfärbung ein (vergl. Gallensäuren).
p, -In naher Beziehung zu den Glycosiden stehen die sogenannten
, ° r oglucide, Verbindungen, welche bei der Einwirkung von Säuren
. r Aetzalkalien gespalten werden in Phloroglucin: C 6 H 3 (OH) 8 , und
s - , 6lnf aohere Producte (z.B. Phloretin). Als Pentoside oder Rhamno-
,, ; ,, e ^ as st man glycosidartige Verbindungen (z. B. Quercitrin, Hespe-
' ivaringin) zusammen, die bei ihrer Spaltung eine Pentose, z. B.
° d ulcit (s. S. 281), liefern.
Acorin, Kalmusbitterstoff.
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Die bisher über das Acorin vor-
enden Angaben sind sehr widersprechender Natur. Nach T h omi dt, pharmaceutiEche Cliemie. II. -, ,^p
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