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2. Organische Chemie 2. Abt. (1901)
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Gerbstoffe.

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t] . Un g zu letzterer Classe von Verbindungen gebracht. Die Thatsachea) p T ^^kerbildung ist jedoch allein nicht ausreichend, um die Gerbstoffeist y coa i<Je zu kennzeichnen, um so weniger, als es bisher nicht bewiesenJSjJ, s J eR er Zucker darin schon präformirt, bezüglich in der ätherartigens ; Un Ssweise wie in den echten Glycosiden darin enthalten ist. Fernern d 'e echten Glycoside sämmtlich krystallisirbar, wogegen die Gerbstoffeb , ainor Ph sind. Zwar scheint der aus den Gerbstoffen abscheidbare Zucker

en meisten Fällen Traubenzucker zu sein, jedoch findet die Abspaltungb '. en häufig nicht mit der Leichtigkeit und Schnelligkeit statt, wie diesdaV' en echten Glycosiden der Fall ist. Bei der Mehrzahl der Gerbstoffe be-(1 .. es zur Abspaltung von Zucker eines so anhaltenden Kochens mit ver-ein Mineral säuren, dass bereits ein Theil desselben durch diese Behand-weise in weitere Zersetzungsproducte übergeführt wird. Ob die Gerbstoffe,

Pichend der Vermuthung von Hlasiwetz, als ätherartige Abkömmlinge

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extrins oder der Gummiarten aufzufassen sind, ähnlich wie sich dieGlycoside (s. dort) von Traubenzucker ableiten, mag dahingestellt

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e iben.

Da ein Theil der Gerbstoffe, bezw. deren Spaltungsproducte, diea phene, beim Schmelzen mit Kalihydrat als Spaltungsproduct Phloro-c ' ein anderer Theil Pyrogallol, tiezw. Brenzcatechin, neben Proto-

p, Usäure liefert, so hat man die Gerbstoffe auch als Abkömmlinge dieser

ic i oezw. dieser Phenolsäure angesprochen."Wir. 16 ^ erDs t°ffe finden zum Theil eine ausgedehnte technische Verwen-

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zum Gerben thierischer Häute, d. h. zur Herstellung des Leders.

thierische Haut besitzt im frischen Zustande vermöge ihres Gehaltes

gebendem Gewebe die Eigenschaft, feucht rasch zu faulen und ge-

° c WtZjj .. l hart und spröde zu werden. Das Gerben der thierischen Haut, be-

Jj . . die Lederfabrikation, bezweckt einestheils, die Neigung der Haut zurSej. lss aufzuheben, anderenteils, unbeschadet ihrer Biegsamkeit und Ge-tjjj, iskeitj'sie widerstandsfähig gegen Wasser etc. zu machen. DieseJe "dlung der Haut in Leder kann auf verschiedene Weise bewirkt werden.s eh e -j ^ er Art der Gerbmaterialien und der Methode des Gerbens unter-bot! an r °th-oder lohgares Leder, weiss-oder alaungares Leder,

'nisch- oder fettgares Leder.Vo a le Roth- oder Lohgerberei, welche sich mit der Umwandlung der

den"gliche

übrigen Theilen des Felles befreiten, für die Lederbildung allein* e nV 6n ^ederhaut (Corium) in roth- oder lohgares Leder beschäftigt, ver-tilg Gerbmaterial gerbstoffhaltige Vegetabilien (Eichen- und Fichten-boij ' ^ Ue bracho, Sumach etc.), mit deren Gerbstoff sie die Hautfaser wieder-l'edp zwar längere Zeit vollständig imprägnirt. Ob das hierbei gebildeteanf 2u s eine chemische Verbindung von thierischer Haut mit Gerbstoff*eJch sen ist (Seguin), oder ob dasselbe nur als Haut zu definiren ist,Prä»,.- Ue Geschmeidigkeit dadurch bewahrte, dass ihre Fasern durch Im-

* und Umhüllung mit Gerbstoff beim Trocknen am Zusammenkleben

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1 wurden (Knapp), ist noch unentschieden.

ne uester Zeit ist versucht worden, den Gerbprocess durch Mitwirkung

In

«lekten

fischen Stromes zu beschleunigen elektrisches Gerbver-

indessen ist es vorläufig noch fraglich, ob das hierbei erzielte

ei 'eitet ^ ua ütät und Herstellungskosten dem nach der bisherigen Methode

In

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entspricht.

tier; s nv, Alaun- und Weissgerberei geschieht die Umwandlung der

"'"ich .. ü Dederhaut in Leder nicht durch Gerbstoff, sondei-n durch ein Ge-

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g s -»-laun und Kochsalz. Der Weissgerberei steht die praktisch vor-Dl g angewendete Mineralgerberei nahe, bei welcher besonders