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2. Organische Chemie 2. Abt. (1901)
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Harze.

Isoborneol: C 10 H 17 .OH, wird gebildet, wenn 100 g Camphen beliebige»Ursprungs (s. 8. 1169) mit einem Gemisch von 250 g Eisessig und 10?Schwefelsäure von 50 Proc. einige Stunden lang auf 50 bis 60° C. erwärm 1werden. Nachdem die Mischung vollständig klar geworden ist, wird das g e 'bildete Isoborneolacetat durch Wasser abgeschieden, mit einer Lösung von50g KOH in 250g Alkohol durch Kochen verseift, hierauf der Alkohol ab'destillirt, das Isoborneol durch Wasser gefällt und schliesslich aus Petroleum'äther umkrystallisirt (Bertram, Walbaum).

Das Isoborneol krystallisirt in dünnen, federartigen, ausserordentlichleicht sublimirenden Blättchen, welche leichter löslich sind als das BorneO*Es schmilzt im beiderseitig geschlossenen Capillarröhrchen bei 212" G. D aSIsoborneol riecht ähnlich wie das Borneol. Bei der Oxydation mit Salpetersäure liefert es Kechts-Laurineeneanipher. Durch Kochen mit verdünnte'Schwefelsäure (1:2) wild es in Camphen verwandelt; Borneol bleibt untediesen Bedingungen unverändert.

Links-Borneol: C 10 H I8 O, stimmt in seinen Eigenschaften bis auf ds* 5Drehungsvermögen (letzteres kommt ihm in gleichem Maasse, jedoch im e n *'gegengesetzten Sinne zu) mit dem Bechts-Borneocampher überein. Aus Link 8 'Borneol besteht der Ngai-Campher, welcher aus der in China heimische 11Blumea balsarnifera gewonnen wird. Letzterem Campher sehr ähnlich, vi*leicht sogar damit identisch, ist der ebenfalls linksdrehende Krappcamphe 1 'welcher im Fuselöl des durch Gährung des Krappwurzelzuckers erhaltene' 1Aethylalkohols enthalten ist. Links-Borneol findet sich ferner, sowohl ft' e1 'als auch in Gestalt von zusammengesetzten Aethern, im Baldrianöle, Kess 0wurzelöle, Citronellöle, Mutterkrautöle und in vielen Fichtennadelölen, *> esonders in dem von Pinus nigra (Bertram, Walbaum, Kremers u. *"flDie linksdrehenden Isomeren des Borneocamphers liefern bei der Einwirkufl»von Salpetersäure linksdrehenden Campher der Formel C 10 H 16 O.

Inactives Borneol (+,Borneol): [C 10 H 18 O] 2 , entsteht durch Vej"mischen gleicher Theile -)- undBorneol in alkoholischer Lösung, so - » 0 '

durch Beduction von inactivem Laurineencampher. Dasselbe entspricht,

bis

auf das fehlende Drehungsvermögen, in seinen Eigenschaften dem gev/öa"liehen Borneol. Schmelzpunkt 210,5° C.

Ledumcampher: C I5 H 26 0, ist in dem ätherischen Oel von Led 11 'palustre enthalten. Er bildet farblose, prismatische, bei 104 bis 105° C. schm ezende Krystalle, deren Lösung in concentrirter Schwefelsäure durch eiD eTropfen Salpetersäure violett gefärbt wird. Beim Erhitzen mit Essigsäu 1 ^anhydrid auf 150° C. entsteht ein bei 264° C. siedendes Sesquiterpen: C lb &(Bizza, Hj elt).

F. Harze.

Mit dem NamenHarze, Resinate" bezeichnet man eine GrupPwenig charakterisirter und in Folge dessen in chemischer Beziehu" 5auch wenig bekannter Stoffe, welche als Ausscheidungsproducte (Secre* 6 'besonders im Pflanzenreich, meist in Begleitung von ätherischen Oel elJ 'vorkommen. Ein Theil der Harze scheint in naher Beziehung zu " eTerpenen zu stehen, da letztere, wie bereits S. 1162 erörtert wur* 'an der Luft insofern eine Veränderung erleiden, als sie in Folge e 111