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Prüfung der ätherischen Oele.
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UU( 1 dann das Oel einige Zeit auf etwa 90° C. erwärmt. Die entweichendenAlkoholdämpfe werden alsdann das Fuchsin theilweise lösen und in Folge"essen eine Bothfärbung der Watte veranlassen.
Chloroform kann in dem ätherischen Oel leicht in der auf S. 153 u. f.angegebenen Weise erkannt werden.
Wasser. Ein ungehöriger Wassergehalt macht sich in den ätherischenOelen einestheils beim Vermischen derselben mit Petroleumäther oder trockenemSchwefelkohlenstoff (Trübung oder Abscheidung von Wassertröpfchen), anderen-teils beim Zufügen von etwas geschmolzenem Chlorcalcium (allmäliges Zer-fliessen desselben) bemerkbar.
Terpentinöl und andere billige Oele lassen sich in den ätheri-schen Oelen nur schwierig mit Sicherheit nachweisen. In vielen Fällen wirddurch einen beträchtlicheren Zusatz derartiger Oele der Geruch und Ge-schmack, sowie das specifische Gewicht, der Drehungswinkel des polarisirtenLichtstrahls und die Löslichkeit in Alkohol von 90 bis 91 Proc. wesentlichbe einflusst. Schüttelt man ferner etwas von dem zu prüfenden Oele miteiner grösseren Menge Wasser und filtrirt nach einiger Zeit die erzielte■Lösung durch ein mit Wasser befeuchtetes Filter, so resultirt eine Flüssigkeit,w elclie, namentlich nach mehrtägigem Stehen, die Anwesenheit fremdartigerEinengungen (Terpentinöl etc.) meist durch den Geruch und den Geschmacker kennen lässt. Letzteres ist gewöhnlich auch der Fall, wenn man etwasv °n dem betreffenden Oel mit der 50- bis 60 fachen Menge Zucker verreibtUnd den so bereiteten Oelzucker einige Tage lang in einem geschlossenen^fäss aufbewahrt. Als Vergleichsmaterial wähle man für letztere Prüfungenei h notorisch echtes, oder ein als brauchbar erkanntes ätherisches Oel.
Wie bereits erwähnt, ist ein Zusatz von Terpentinöl auch von einemgewissen Einfluss auf das optische Drehungsvermögen der ätherischen Oele.a jedoch das Drehungsvermögen der meisten Oele ein sehr schwankendesist, heeinflusst von den in wechselnden Verhältnissen, oft in entgegengesetzterAchtung drehenden Einzelbestandtheilen derselben, so kann auch nur inseltenen Fällen ein Zusatz von Terpentinöl durch eine Bestimmung der Ab-e nkung des polarisirten Lichtstrahls direct mit Sicherheit nachgewiesen werden,m so mehr, als es rechts- und linksdrehende Terpentinöle giebt. Eine der-r tige Prüfung wird noch durch den Umstand erschwert, dass ein und die-lbe Pflanze in verschiedenen Wachsthumsstadien Oele von verschiedenem^ehungsvermögen liefert. Auch die Wachsthumsverhältnisse der Pflanze,le Art der Gewinnung des darin enthaltenen ätherischen Oeles und vorUen Dingen das Alter desselben, ist von wesentlichem Einfluss auf seinePtischen Eigenschaften. Bei den im normalen Zustande optisch inactivenelen (Senföl, Bittermandelöl), sowie bei denen, welche nur ein sehr schwaches''ehungsvermögen besitzen (Anisöl, Gaultheriaöl, Zimmtöl, Nelkenöl, Eosen-et c.), kann allerdings aus dem Vorhandensein einer stärkeren Ablenkunges polarisirten Lichtstrahles unter Umständen auf einen Zusatz vonev Pentinöl oder von einem anderen terpenreichen Oel geschlossen werden.Knnerhin ist jedoch auch hierbei nicht ausser Acht zu lassen, dass demer pentinöl etc. durch geeignete Manipulationen das Drehungsvermögen be-kamen, ja auch durch entsprechendes Mischen von Bechts- und Links-er pentinöl ein optisch inactives Oel dargestellt werden kann.
Die von Heppe angegebene Beaction auf Terpentinöl und sauerstofffreie
öerische Oele überhaupt mittelst Mtroprussidkupfers ist ohne praktische
eutung, da alle sauerstoffhaltigen Oele auch im normalen Zustande grössere
er kleinere Mengen von sauerstofffreien Bestandtheilen enthalten. Das
" e iche gilt für das Verhalten gegen Kupferbutyrat, welches durch Terpen-