Methylalkohol.
IS*
Metb» 11,
gegen f es te, nur zum Theil ohne Zersetzung flüchtige Körper. Methyl-,
ethyl- und Propylalkohol sind in Wasser in jedem Mengenverhältnisse
..ich; bei den kohlenstoffreicheren Alkoholen vermindert sich die Lös-
c flkeit in Wasser in dem Maasse, wie der Kohlenstoffgehalt derselben
ei g"t, so dass die Endglieder dieser Alkoholreihe, z. B. Cetyl-, Ceryl-
., ** Melissylalkohol, darin vollständig unlöslich sind. Die kohlenstoff-
°ieren Alkohole besitzen einen geistigen, die kohlenstoffreicheren (von
an ) einen fuseligen Geruch, wogegen die kohlenstoffreichsten geruch-
. ~ geschmacklos sind. Alle einatomigen Alkohole sind specifisch
achter als das Wasser.
von den isomeren Alkoholen besitzen stets die primären, und vone sen wieder der normale Alkohol, den höchsten Siedepunkt, dann folgene secundären und endlich die tertiären Alkohole. Letztere besitzene gen den höchsten Schmelzpunkt, sie sind daher häufig fest, währenddai
(ver gl- Butylalkohole).
damit isomeren primären und secundären Alkohole flüssig sind
Methylalkohol: CtP.OH.
Moleculargewicht: 32.(In 100 Theilen, C: 37,5; H: 12,5; 0: 50,0.)
"yn.: Alcoliol methylicus, Alcohol ligni, Spiritus ligni, Holzgeist,Holzalkohol, Carbinol, Methyloxydhydrat.
'835
Geschichtliches. Der Methylalkohol ist im Jahre 1812 von Ph. Taylor
Producten der trockenen Destillation des Holzes entdeckt, jedoch erst, v on Dumas und Peligrot näher untersucht und als ein Alkohol er-
ka «nt
Worden.
• vorkommen. Der Methylalkohol findet sich im freien Zustandeeu jungen Früchten von Heracleum giganteum hört, von Pastinaca
(G
ut
■von Anthriscus cerefolium und von Heracleum Sphondyliumz eit). Der Salicylsäureäther des Methylalkohols: C 6 H*(0H)—CO(w. ^ > kommt vor in dem ätherischen Oele von GauWheria procumbensv Ilt ergrünöl), von GauWheria leucocarpa, von GauWheria punctata,j, . -Wonotropa Hypopitys und von einigen anderen Gaultheria- und
ri0a arten (Cahours, Procter),jj -"er Methylalkohol entsteht bei der trockenen Destillation dessi C^' ^ es Kolophoniums und der Melasseschlempe (s. S. 147); er findet4 i, lU ^ em w ässerigen Antheile des Destillates zu etwa 1 Proc. vor.c | e m dem wässerigen Destillate des Grases, der Nesseln, des Epheus,d e ' der Calmuswurzel, der Gewürznelken, der Nelkenstiele und an-
pr 7 ^ flanzen findet sich Methylalkohol, vermuthlich als Zersetzungs-Yo ^zusammengesetzter Aether (Maquenne,Lieben). BeimKochensow' in (Lossen) und von Vulpinsäure (Spiegel) mit Barytwasser,(1/ 'i ^ er trockenen Destillation des ameisensauren Calciums
en i Patern6) wird ebenfalls Methylalkohol gebildet.VfW. ars tellung. Aus den Destillationsproducten des Holzes. TJnter-
ma n Holz in stehenden eisernen Cylindem oder in liegenden guss-