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Physikalisches Praktikum : mit 366 eingedrukten Abbildungen
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Übungen.

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gelegten Leitern nennt man, wenn es kurz und gedrungen ist, Spule,wenn es lang und gestreckt ist, Solenoid. Bei einem Solenoid gleichtder Verlauf der Kraftlinien sehr demjenigen bei einem Magneten. Inder Tat sind auch die Wirkungen von Solenoid und Magnet sehr ähn-lich (vgl. S. 501).

Die Feldstärke, d. h. die Kraftlinienzahl pro Flächeneinheit, imInneren eines Solenoides ist

&J = 4jrro.7io i Amp .,

wo n die Zahl der Windungen auf der Längeneinheil, i die Stromstärke,in Ampere gemessen, ist. ni heißt die Zahl der Ampere Windungenauf der Längeneinheit; wird i in absoluten Einheiten gemessen, so istAp = 4itni alis .

Durch den ganzen Querschnitt Q eines Solenoides gehen §. QKraftlinien. Ist der Querschnitt eines Solenoides größer, so gehenunter sonst gleichen Umständen mehr Kraftlinien hindurch.

An den Enden des Solenoides ist die Feldstärke:

$e = 2nn. Vio ümp. = 2nniat,s = 1 U$?j-

3. Wirkung von Strömen auf Ströme.

Ampere (1775 bis 1836, 1822) fand, daß stromdurchflossenefeste Leiter auf bewegliche Ströme Kräfte ausüben; die von ihm auf-gestellten Gesetze lauten: Parallele, gleich gerichtete Ströme ziehen sichan, parallele entgegengesetzte Ströme stoßen sich ab, gekreuzte Strömesuchen sich parallel zu stellen. Senkrecht zueinander stehende Strömewirken so aufeinander ein, daß der eine den anderen parallel mit sichselbst verschiebt. In der gegenseitigen Verlängerung liegende Strömestoßen sich, wenn gleich gerichtet, ab, wenn entgegengesetzt gerichtet,ziehen sie sich an. Solenoide verhalten sich in vieler Hinsicht wieMagnete.

Die Wechselwirkung der parallelen Ströme läßt sich aus denKraftlinienbildern und dem S. 495 Gesagten ableiten.

B. Übungen.

1. Erzeugung von Kraftlinienbildern.

Gebraucht wird: Zwei kürzere Magnete zum Vertikalstellen; Huf-eisenmagnet; Kartonblätter; Eisenfeilicht in Gefäß mit Drahtnetz; zweiRahmen mit Drähten (Fig. 342); Elemente; Leitungsschnur.

a) Kraftlinienbilder bei Magneten.

Apparat. Die zu untersuchenden Magnetstäbe werden vertikalaufgestellt, auf die nach oben gerichteten Pole derselben wird ein Blatt

Wie demann-Ebert, Praktikum.

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