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Physikalisches Praktikum : mit 366 eingedrukten Abbildungen
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Dielektrizitätskonstanten. 491

leitende hat "W. Nernst eine andere Methode (Wied. Ann. 60, 600,1897) beschrieben.

Allgemeines. Für eine große Anzahl von Körpern ist die Di-elektrizitätskonstante D bestimmt worden. Maxwell hat den Satzabgeleitet: Die Dielektrizitätskonstante D ist gleich dem Qua-drate des optischen Brechungsindex n, also

I) = nK

Dadurch wurde eine Beziehung zwischen elektrischen und optischenErscheinungen begründet. Der Brechungsindex w bezieht sich hier aufunendlich lange "Wellen; bei Körpern mit geringer Dispersion gilt dieBeziehung auch für das n für sichtbare Strahlen, bzw. für die CauchyscheKonstante A, vgl. 25; so ist für

Schwefel.......... D 3,97 n 2 3,89

Paraffin .......... 1,99 2,01

Schweres Flintglas..... 3,16 3,05

Petroleum.......... 2,07 2,07

Terpentinöl......... 2,23 2,13

Für solche Körper aber, bei denen die langen Wellen einen wesent-lich anderen Brechungsindex als die sichtbaren besitzen, müssen ersteredirekt zur Vergleichung herangezogen werden; dies ist z.B. bei Wasser,Äthyl-, Methylalkohol und anderen Substanzen der Fall. Hier sind dieDielektrizitätskonstanten:

Äther: 4,5, Äthylalkohol: 26, Amylalkohol: 16, Wasser: 80.

In vielen Fällen besteht ein Parallelismus zwischen der Größe derDielektrizitätskonstanten und der dissoziierendenKraft einesLösungsmittels, d. h. je größer die Dielektrizitätskonstante einesLösungsmittels ist, um so weiter sind bei gleicher Konzentration Elek-trolyte, die in ihm gelöst sind, in ihre Ionen zerfallen.