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Physikalisches Praktikum : mit 366 eingedrukten Abbildungen
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Bheostaten.

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Widerstandsspiralen störend auf in der Nähe stehende galvanischeMeßinstrumente ein. Solche Spiralen sind auch „induktionsfrei" undkönnen bei der Messung von Wechselströmen verwendet werden; eineeinfache Spirale würde infolge der Selbstinduktion (vgl. diese) Wechsel-strömen einen größeren Widerstand als einem Gleichstrome entgegen-stellen. Der Nennwert des Widerstandes, der sich gewöhnlich auf eineEichung durch Gleichstrom bezieht, stimmt nicht mehr bei der Ver-wendung rasch in ihrer Richtung wechselnder Ströme, worauf beiWiderstands- und Kapazitätsbestimmungen mit dem Telephon zu achtenist. Für besondere Zwecke, so bei der Bestimmung des Widerstandesvon Elektrolyten, benutzt man nach Chaperon eine unifilar ab-wechselnde Wickelung. Man wickelt kurze Lagen und kehrt nach

Fig. 290.

jeder derselben die Windungsrichtung um. In der fertigen Rollefließt der Strom durch ebenso viele Windungen in der einen wie in deranderen Richtung. Hier ist sowohl die Selbstinduktion wie die Kapa-zität klein.

1. Bei dem Rheostaten (Fig. 290) stehen die Spiralen in einemdurch eine Glasplatte geschlossenen Kasten. Die Widerstände derSpiralen (Widerstandsrollen) sind z. B. 1, 2, 3, 4, 5 und 10 Ohm (Sl),oder 1, 2, 2, 5, 10 iß. Durch U-förmige Bügel aus dickem Kupferdrahtvon sehr kleinem Widerstände kann jede beliebige Kombination vonzwei oder mehr Spiralen hergestellt werden, und man kann demnachvon 1 bis 25 bzw. bis 20 Ohm einschalten, indem man die Bügel in jeeine Klemmschraube zweier Spiralen steckt. Die frei bleibenden Klemm-schrauben der ersten und letzten Spirale werden mit den Zuleitungs-drähten verbunden.

Fig. 291.

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