Elektrostatische Grundversuche.
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Fig. 258.
vor d, die Goldblättchen bei a und b divergieren; die Elektrizitätensind durch Influenz getrennt worden.
2. Während der Glasstab an seiner Stelle bleibt, nimmt man erstB fort, dann A; dabei bleiben beide Elektroskope geladen.
3. Man nähert B einer an einem isolierenden Seidenfaden auf-gehängten, mit einer geriebenen Siegellackstange negativ elektrisiertenHollundermarkkugel H: siewird abgestoßen, B ist negativ.
4. Man nähert A derKugel M : sie wird angezogen,A ist positiv.
5. Man berührt A mit B,die Blättchen a und b fallenzusammen, das ganze Systemwird wieder unelektrisch.
Durch die Annäherung W,des positiv elektrischen Glas-stabes sind in AB die beidenElektrizitäten in gleichen Mengen durch Influenz geschieden und voll-kommen getrennt worden.
Man wiederholt den Versuch mit einer geriebenen Hartgummistange.
5. Die Elektrizität befindet sich nur an der Ober-fläche der Leiter.
Apparat. Um eiue Metallkugel auf isoliertem Stativ könnenzwei von isolierenden Handhaben gehaltene hohle I] albkugeln aus Metallgelegt werden.
Übung 5. 1. Man ladet die Metallkugel und berührt mit ihrein Elektroskop, die Goldblättchen divergieren.
2. Man entladet das Elektroskop, legt um die Kugel die Halb-kugeln, ladet diese mitsamt der Kugel, entfernt die Halbkugeln, berührtmit ihnen das Elektroskop: die Blättchen divergieren, die Halbkugelnsind elektrisch.
3. Man entlädt das Elektroskop und berührt mit der Metallkugel,die Blättchen divergieren nicht, die Kugel selbst ist jetzt unelektrisch.
Bemerkung. Die Elektrizität befindet sich also nur an der Ober-fläche der Leiter. Hieraus kann man mit größerer Sicherheit, alsdirekte Messungen dies ermöglichen würden, folgern, daß sich gleich-namige Elektrizitäten umgekehrt proportional dem Quadrate der Ent-fernung abstoßen (vgl. S. 1).