Psychrometer nach August.
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Thermometers t und des feuchten t' , sowie der Oberflächengröße 0.Das feuchte Thermometer wird so lange sinken, bis die zur Ver-dunstung verwendete Wärme der zuströmenden gleich ist, so daß also
0.(8' — 8)ß = cO.(t — t')
wird, wo c eine durch den Versuch zu ermittelnde Apparatkonstanteist. Aus dieser Gleichung ergibt sich der gesuchte Dampfdruck
8 = 8' — cb (t — t'),
wo ö' aus der Tabelle 14 für t' entnommen wird; ist /} der zu t ge-hörige maximale Dampfdruck, so ist die relative Feuchtigkeit
f= 8/J.lOO;aus Tabelle 14 findet man weiter die dem 8 entsprechende wahre Feuchtig-
keit
in grym 3 .
Apparat. Von zwei an demselben Stative befestigten, gleichenThermometern A und B (Fig. 103) ist die Kugel des einen mit Lein-wand, Gaze oder Musselin I) umwickelt; ein an diese angenähterDocht taucht in das in dem Gefäße C enthaltene Wasser. Das Wassersteigt im Dochte zu der Hülle D empor und hält sie dauernd feucht.
Häufig sind die beiden Thermometer an einem federnden Stabebefestigt, den man biegt und dann vor dem Ablesen zurückschnellenläßt. Um immer neue Luftmassen an dem feuchten Thermometer vor-beizuführen, kann man auch das ganze Instrument an der oben an-gebrachten Ose (Fig. 103) oder dem oberen Querarm mittels einesFadens aufhängen und schwingen lassen. Bei anderen Konstruktionenwird das Instrument an einem Griffe gehalten und herumgeschleudert(Schleuderpsyclironieter), oder durch ein Uhrwerk wird ein konstanterLuftstrom an den Thermometern entlang gesaugt (Aspirationspsychro-meter).
Jedenfalls sind namentlich bei Beobachtungen im Freien dieThermometer gut vor Strahlung zu schützen.
Bei dem Assmannschen Psychrometer sind darum die Thermo-meterkugeln (eine trockene, zwei befeuchtete) durch doppelwandige ver-nickelte Messingrohre gegen Strahlung geschützt.
Die Konstante c kann bei Instrumenten von der in Fig. 103 ab-gebildeten Art nachRegnault gleich 0,00080, wenn t' über 0", gleich0,00069, wenn t' unter 0° liegt, gesetzt werden.
Übung. 1. Man befeuchtet das Thermometer B, bewegt dasInstrument hin und her, damit die Luft an ihm vorbeistreicht, schleu-dert oder aspiriert, je nach der Konstruktion des Instrumentes.
2. Sowie sich die Angaben der Thermometer nicht mehr ändern,liest man t, t' und den Barometerstand b, der zu reduzieren ist, abund berechnet 8, f und g entsprechend den oben gegebenen Bei-spielen.