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Einführung in die Warenkunde : ein Buch für Schule und Geschäft ; mit 137 Figuren im Text, 4 Weltkarten ... und je 1 Karte Europas und des Deutschen Reiches
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26. Holz, Kork und Steinmiß.

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vitriol und Grünspan. Hierauf wird der Stoff gefärbt und bei derAppretur die Deckmasse abgewaschen.

26. Holz, Kork und Steinnuß.

1. IfOlZ im gewöhnlichen Sinne ist die von der Rinde befreiteHauptmasse der Stämme und Aste von Laubbäumen, Obstbäumen undNadelbäumen. Im weiteren Sinne wird hierzu auch das Palmenholzgerechnet.

Wachstum des Baumes. Auf dem Querschnitte des Stammesund der Aste der Bäume beobachtet man konzentrische Ringe, die manJahresringe nennt, da man von ihnen auf das Alter der Bäumeschließen kann. Diese Erscheinung hängt mit ihren Wachstums-verhältnissen zusammen; das Dickwachstum geht nämlich von einer(tcw ebeschicht aus, die zwischen Rinde und Holz liegt, und die nachder Foim ihres Querschnittes Verdickungsring genannt wird. ImFrühjahre setzt dieser nach innen eine neue Holzschicht und nachaußen eine minder dicke Bastschicht an.

Splintholz und Kernholz. An den meisten unserer ein-

heimischen Bäume lassen sicli bei hinreichendem Alter im Holze zweiZonen: das Splintholz und das Kernholz unterscheiden. DasSplintholz ist hell und am frisch im Safte gelallten Baume feucht, dasKernholz dunkel und stets trocken. In gleicher Weise kann man beider Rinde den inneren saftreichen Bast und die äußere, meist abge-storbene eigentliche Rinde unterscheiden.

Die Streifen, die vom Mark nach außen gehen, heißen Mark-strahlen, oder, wenn sie breit und glänzend sind, Spiegelfasern.

Verwendung des Holzes. Das Holz findet Verwendung alsBrenn- oder als Nutzholz.

Das Brennholz soll vor allem gute Brennbarkeit und große Heiz-kraft besitzen; als bestes Brennholz gilt das der Buche; verwendetwerden hauptsächlich noch die Nadelhölzer, oft auch wegen ihresHarzgehaltes als Kienholz zum Feueranmachen. Außerdem wird ausdem Brennholz durch Verkohlen in sogenannten Meilern die Holzkohlehergestellt. Die feinste Flolzkohle, die als Zeichenkohle Verwendungfindet, liefert das Lindenholz. Holzkohle braucht man in der Metallurgie,bei der Pulverherstellung und zum Filtrieren von Flüssigkeiten.

Das Nutzholz gebraucht man im Hochbau, Tiefbau und Maschinen-bau (Bauholz), zu den Arbeiten der Tischler, Drechsler, Holzbildhauer,der Stellmacher und Böttcher (Werkholz). Das Bauholz soll mög-lichst gerade, astfrei, fest, wetterfest und elastisch sein. Werkholz istmeist hartes Holz.

Sachße, Warenkunde, 16