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21. Flüchtige Öle, Harze und Lacke.
Österreichs, das französische Galipot. Sie bestehen aus weichen, gelbenbis gelbbraunen durchscheinenden Körnern oder Klumpen. GemeinesPech wird durch Umschmclzen und Filtrieren durch Stroh aus demnatürlichen Harze gewonnen. Weißes Pech, Wasserpech, ist feinblasigund wird durch Einrühren von Wasser in geschmolzenes Rohharz ge-wonnen; das Burgunder Pech ist ihm ähnlich. Gekochter Terpentinwird als Rückstand erhalten, wenn zur Terpentinölgewinnung Terpentinmit Wasser destilliert wird. Kolophon, Geigenharz, erhält man, indemman Terpentin oder Fichtenharz ohne Zusatz von Wasser destilliert.Das gemeine Harz dient zur Herstellung von Lacken, Siegellack undFlaschenlack, zum .Auspichen der Bierfässer und zur Herstellung vonHarzseifen für die Papierfabrikation.
Kopolß sind harte bernsteinähnliche Harze, deren Ursprung nurteilweise bekannt ist. Alan unterscheidet folgende Handelssorten:
1. Ostafrikanischer Kopal, Zanztbarkopal, wird an der Südostküstevon Afrika aus der Erde gegraben und in neuerer Zeit von Zanzibardurch Hamburger Handelshäuser nach Europa gebracht. Sie bildenKörner oder glatte Stücke und sind von einer weißen mit Sand unter-mengten Kruste bedeckt. Von dieser ist der im Handel vorkommendeKopal bereits befreit. Das Entschälen und Waschen wird in deneuropäischen Niederlagen an der afrikanischen Küste oder in einigenHafenstädten Europas vorgenommen. Dabei werden die erdigen Teileabgekratzt und dann das entschälte Harz mittels Soda- oder Potasche-lösung weiter gereinigt. Die Oberfläche zeigt dann eine warzige Be-schaffenheit und gleicht einer „Gänsehaut". Dieses Kennzeichen tritt
.bei keiner anderen Kopalsorte so deutlich hervor. Zanzibarkopal istdie härteste und beste Sorte.
2. Westafrikanischer Kopal gilt gleichfalls als harter Kopal, ist aberwenig weicher als der ostafrikanische. Man unterscheidet: Kieselkopalvon Sierra Leone (fast farblose Kugeln oder unreine flache Stücke),B enguellakopal (unregelmäßige, hellgelbe Stücke), Angolakopal(knollenförmige Stücke, meist getrübt, bisweilen rötlich oder gelblichgefärbt).
3. Kaurikopal wird in Neuseeland und Neukaledonien gesammeltund in neuerer Zeit in großen Massen in den Handel gebracht. Erbildet meist große Knollen und gehört zu den weicheren Kopalsorten.
4. Manikopal ist ein Sammelname für mittelharte Kopale, die vonden Sundainseln, den Philippinen und Molukken in den Handel ge-bracht werden.
5. Südamerikanischer Kopal stammt von noch jetzt lebenden Bäumenab, ist aber minderwertig.
Dammar ist das Harz von shorea Wiesneri, vielleicht auch nochvon anderen Bäumen aus der Familie der üipterocarpaeeen. DieseBäume sind in Ostindien und auf den Philippinen anzutreffen undlassen freiwillig aus ihrem Stamme und aus Schnittwunden das Harzaustreten. Es besteht aus gelblichweißen, durchsichtigen, tropfstein-artigen, birnen- oder keulenförmigen Stücken von verschiedener Grolle.