16. GenuBmittel.
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bald eine von Wärmeentwicklung begleitete Gärung eintrittdieser Vorgang bei allen Bündeln gleichmäßig verläuft, und
auf die man die geschlitzten Blätter aufreiht. Vollreife Blätter nehmenbeim Trocknen eine braune Farbe an; überreife werden hellgelb, unreifebleiben grün oder werden braunscheckig.
Fermentation. Die Umwandlung des getrockneten Tabaks inHandelsware wird durch Gärung erreicht, die in Deutschland vomHändler vorgenommen wird. Hier werden die gebündelten Blätterauf Längshaufen von etwa 2 m Höhe und Breite geschichtet, worauf
Damitdie Er-hitzung im Innern der Tabaksbänke nicht allzu groß wird, wird wieder-holtes Umsetzen der Haufen vorgenommen. Nach beendeter Gärungund erfolgter Abkühlung und Trocknung werden die Büschel auf un-gefähr 5 m hohe Haufen aufgeschichtet. Die Behandlungsweise dergeernteten Tabakblätter weicht in Nordamerika von der in Deutsch-land üblichen wesentlich ab. Man hat hier zwischen sun curing undfire curing zu unterscheiden. Das Trocknen an der Sonne wird ineinigen südlichen tabakbauenden Gegenden vorgenommen, sonst han-delt es sich zumeist um Fermentation in künstlich erwärmten Räumen,wobei es besonders auf Erhaltung bestimmter Temperaturen ankommt.Der großblättrige, braune Ausfuhrtabak erfährt beispielsweise zur Ein-leitung der Fermentation im Trockenraum eine Erwärmung auf 26° C,welche Temperatur in einem Zeitraum von 5—6 Tagen allmählich auf40, 50 und 60° gesteigert wird.
Der fermentierte Tabak wird im Lagerschuppen hängend, auf-bewahrt und nach Erfordern einer zweiten Fermentation unterzogen.Vor dem Verpacken werden die Blätter ausgelesen und zu Dockenzusammengebunden. Auf Sumatra werden die geernteten Blätter inTrockenscheunen getrocknet und zu Haufen geschichtet der Gärungüberlassen. Die Fermentation muß zur Vermeidung von schwarzerFärbung der Blätter sehr langsam verlaufen und nimmt einschließlichder Nachfermentation ungefähr sechs Monate in Anspruch.
Bestandteile. Die eigentümlichen Bestandteile des Tabaks sindmehrere Alkaloide, von denen das Nikotin das bekannteste ist. Beider Fermentation wird das Nikotin zu nicht unerheblichem Teile zer-setzt. Vollständig wird die Stärke, die schon beim Trocknen desTabaks in Zucker umgewandelt wird, vergoren und zwar so, daßKohlensäuregas und Wasser entstehen. Die Eiweißstoffe werdengrößtenteils in Amide verwandelt, die im Verein mit den gleichfallsbei der Fermentation veränderten Harzen, den angenehmen Geruchbeim Rauchen des Tabaks hervorrufen. Aus der Tatsache, daß Eiweiß-stoffe beim Verbrennen einen unangenehmen Geruch nach verbranntemHörn erzeugen, geht die Bedeutung der Gärung für den Tabak deut-lich hervor.
Die eingeführten Habana-Zigarren enthalten 1,63 °/ 0 Nikotin imDurchschnitt und sind nicht nikotinreicher als die gewöhnlichen billigenSorten. Besonders nikotinreich sind die Virginiazigarren der öster-reichischen Regie, sie enthalten über 3°/ 0 Nikotin. Von giftig wirken-