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genannt. In Indien und auf Ceylon wird während des ganzen JahresTee geerntet. Auf Ceylon ist der im September und Oktober ge-pflückte Tee der beste.
Aufbereitung. Die Teebereifung wird in China in altherkömm-licher Weise mittels Handarbeit ausgeführt. In Indien und Japan ver-wendet man dagegen hierbei vorzüglich arbeitende Maschinen, so daßdie Ware fast gar nicht mit der Hand in Berührung kommt. Manunterscheidet schwarzen und grünen Tee, deren verschiedenes Aus-sehen durch die Art der Aufbereitung bedingt ist. Von den vielenumständlichen und mühevollen Arbeiten, deren sich der Chinese beider Teebereitung unterzieht, seien hier nur die wichtigsten angegeben.Die in Körbe gesammelten Blätter gelangen in das Erntehaus, wo ge-schickt die alten und gelben Blätter ausgesucht werden. Die zumschwarzen Tee bestimmten Blätter läßt man auf luftigen Bambus-geflechten welken, worauf sie in Kisten oder Fässern, in baumwolleneSäckchen gestopft, mit den Füßen gestampft werden. Auf diese Weisewird durch Ausfließen einer klebrigen Flüssigkeit das Gewicht derBlätter bedeutend verringert und ein großer Teil des bitteren Gerb-säuregehaltes entfernt. Nachdem die Blätter einige Stunden in Körbeneiner leichten Gärung ausgesetzt wurden, sind sie für das Rösten reif.In diesem Zustande werden die Blätter häufig von dem chinesischenBauer an die Händler der chinesischen Großkaufleute verkauft, die diesehalb fertige Ware nach den Warenhäusern zur weiteren Zubereitungsenden. Hier werden die Blätter in heißen Eisenpfannen unter be-ständigem Umrühren erhitzt, dann auf großen Bambusröhrtischen aus-gebreitet und gerollt. Das Erhitzen und Rollen wird mehrmals wieder-holt, bis die Blätter vollständig gedörrt sind. Zur Gewinnung desgrünen Tees werden die Blätter zur Erhaltung der grünen Farbe ge-dämpft, gerollt, in der Sonne getrocknet und in Pfannen schwachgeröstet.
Beurteilung des Tees. Der Tee besitzt einen durchschnitt-lichen Gehalt von 2°/ 0 Fein und 15% Gerbsäure, außerdem sind ge-ringe Mengen ätherischen Öles vorhanden. Das Tein bedingt dienervenbelebende Wirkung des Teeaufgusses, die Gerbsäure dessenherben Geschmack und das ätherische Öl den Wohlgeruch. VomBunde deutscher Nahrungsmittel-Fabrikanten und -Händler ist festgesetztworden, daß der Wassergehalt des Tees 12°L, der Gehalt an Asche
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nicht übersteigen soll, ferner soll grüner Tee mindestens 28°/ 0 , schwär-
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in heißem Wasser lösliche Bestandteile
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halten; der Durchschnittsgehalt beträgt 30 bis -ru-; 0brauchter Teeblätter oder anderer Pflanzenblätter sind unzulässigVerkehr mit künstlich gefärbtem Tee im Inlande ist unzulässig.
Teesorten. Man unterscheidet die Teesorten nach ihren Ur-sprungsländern in chinesische, indische und japanische. Der Wettbewerbdurch Indien und Japan bedroht den chinesischen Teemarkt in empfind-lichster Weise. Tn England und seinen Kolonien trinkt man fastausschließlich indischen und in Amerika größtenteils japanischen;