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11. Getreide.
Beurteilung der Gerste. Bei der Bestimmung der Qualitäteiner guten Braugerste ist folgendes ins Auge zu fassen:
1. Das Korn muß recht voll und möglichst dünnschalig sein.Dünnschaligkeit zeigt sich durch zahlreiche feine Fältelung an deroberen Hälfte des Kornes.
2. Das Hektolitergewicht muß möglichst hoch sein und mindestens65 kg betragen; denn die Stärke ist ein spezifisch schwerer Stoff.
3. Sie darf nicht über 8°/ 0 Eiweißstoff enthalten; ein zu hoher Gehaltdavon geht sonst zu sehr auf Kosten der nutzbaren Kohlenhydrateund erschwert die Gärung und Klärung.
4. Nacli der Farbe ist gleichmäßig hellgelbes Korn das beste;nahezu weißes Korn zeigt dagegen öfters Dürre an. Schmutziges odergar bleigraues Korn ist am wenigsten brauchbar, weiungünstigen Witterungsverhältnissen gelitten hat.
5. Im Bruch oder Schnitt soll ein gleichmäßighervortreten.
6. Dumpfer Geruch darf nicht vorhanden sein.
7. Reinheit.
8. Hohe Keimfähigkeit.
Nach dem Hektolitergewicht unterscheidet man:
1. Schwere Gerste mit 68 — 72 kg Hektolitergewicht.
2. mittlere „ „ 64—67 ,, „
3. leichte „ ,, 62—63 ,,
Nach der Beschaffenheit des Durchschnittes unterscheidet manmehlige und trlasioe Gerste. Der Gehalt an mehligen Körnern wird
es stark untermehliger Inhalt
3ild 29. Pohls Komprüfer.,(R. Voigt, Dresden.)
Kornprüfer linden sieh in verschiedener Ausführung. Der Pohlsche Kom-prüfer hat die Korm einer kleinen Schaufel. Der schaufeiförmige Teil enthält50 Löcher zur Aufnahme der Konter. l'nter diese Platte kann eine solche geschobenv/erden, deren Löcher denen der oberen Platte entsprechen. Zwischen beiden Plattenist ein Messer mittels Stieles drehbar. Nach dem Einschütten der Körner wird derDeckel niedergeklappt und die Körner werden durch Drehung am Messerstiel durch-schnitten.