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Einführung in die Warenkunde : ein Buch für Schule und Geschäft ; mit 137 Figuren im Text, 4 Weltkarten ... und je 1 Karte Europas und des Deutschen Reiches
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7. Tonwaren.

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Porzellanfabrikation. Um einen Einblick in die Tonwarenindustrie zu geben,ist die Herstellung des Porzellans, der edelsten hierher gehörigen Ware, gewählt wor-den, da sie demzufolge die größte Mannigfaltigkeit aufweist.

1. Herstellung der Masse. Das Kaolin wird durch Schlämmen vongröberen Beimengungen gereinigt und naß mit Quarz- und Feldspat-pulver gemengt. Die breiartige Masse trennt man in Filterpressenvon der Hauptmenge des Wassers. Die zurückbleibende bildsameMasse wird in Kellern längere Zeit sich selbst überlassen. Durch dasLagern wird die Masse verfeinert.

2. Formgebung der Masse. Für hohle Gegenstände dient zumFormen der Masse die Töpferscheibe. Als FJnterlage wird dabei eineGipsform verwendet, und durch Anlegen der Hand oder einer ent-sprechenden Schablone wird die." gewünschte Gestalt herausgebracht.

Der Gips entwässertdie Masse sehr rasch.Bei Gegenständen, diekeine runde, sondern einebeliebig andere Form be-kommen sollen, wendetman das Abdrücken an,wozu zweiteilige Gips-formen gebraucht werden.Auch kleinere Gegen-stände, wie Figurenteileund Henkel, werden inGipsformen gebildet undspäter mitwäßrigerPorzel-lanmasse an dem Haupt-gegenstande befestigt.Eine weitere Herstellungs-weise für Porzellanwarenist das Gießen, wodurchsich vielerlei hohle Gegen-stände herstellen lassen.Man verwendet die Por-zellanmasse mit Wasserverdünnt und gießt siein Gipsformen. DasWasser wird aufgesogen,und die Masse setzt sichan den Wandungen derForm fest. Kunstgegen-stände erhalten nur ihrerohe Gestalt in Gips-formen und werden durchModellieren aus freierHand fertiggestellt.

gsg

Bild 16.

Das Formen der Porzellanmasseauf der Töpferscheibe,