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Einführung in die Warenkunde : ein Buch für Schule und Geschäft ; mit 137 Figuren im Text, 4 Weltkarten ... und je 1 Karte Europas und des Deutschen Reiches
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6. Erdfarben.

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brannt werden können, und ist gütig. Er findet in der Galvanotechnik(z. B. zur Herstellung von Buchdruckgalvanos), zu Elementen, zur Her-stellung künstlicher Erdfarben, sowie in der Färberei und zum Im-prägnieren von Holz Verwendung. Jn der Landwirtschalt ist diesesSalz gleichfalls von Bedeutung, so bekämpft man mit seiner Lösungdurch Beizen der zur Aussaat bestimmten Körner den Getreidebrandund in Form der Bordelaiser Brühe, einer Mischung aus Ätzkalk,Vitriol und Wasser, viele andere Pflanzenkrankheiten (Kartoffelkrank-heit, Blattfallkrankeit des Weinstockes, Schorfkrankheit desKernobstes).

6. Erdfarben,

Man unterscheidet natürliche und künstliche Erdfarben.Die natürlichen erfahren vor ihrer Verwendung eine einfache Vor-bereitung, die in Schlämmen oder Mahlen, bisweilen auch in Glühenbesteht, die künstlichen dagegen werden auf chemischem Wege meistals Niederschläge gewonnen. Besonders lohnend ist die künstlicheGewinnung, wenn es sich um wertvolle Naturfarben handelt, so wirdbeispielsweise der schon im Altertum als Malerfarbe benutzte Lasur-stein künstlich dargestellt und als Ultramarin in den Handel gebracht,ebenso gab die Kenntnis von der Zusammensetzung des Zinnobersschon frühzeitig zu seiner künstlichen Herstellung

Veranlassung. Die

Erdfarben dienen fast ausschließlich zum Anstrich.

1. WßiJJC j\irb2H können durch ihr Verhalten gegen Salzsäure unter-schieden werden: Baritweiß ist darin unlöslich, während Zinkweiß ohneund Bleiweiß mit Aufbrausen in Salzsäure löslich sind.

BariflDSifj, Permanentweiß, ist schwefelsaures Barium, das alsSchwerspat (Dichte 4,6) in der Natur vorkommt und fein gemahlen inden Handel gebracht wird, gewöhnlich aber künstlich aus Bariumsalz-lösungen durch Fällen mit Schwefelsäure gewonnen und dann meistin Form eines zähen Teiges gehandelt wird. Wegen seiner Unver-änderlichkeit an der Luft verdrängt es das Bleiweiß immer mehr.

100 kg fein gemahlener Schwerspat kosten 8 M,100 gefälltes Baritweiß (blaue fixe) kosten 25 M.

ZinklDeif) ist ein zartes, lockeres Pulver, das aus Zinkoxydbestellt und aus Zink durch Verbrennen an der Luft und in andererWeise gewonnen wird. Vor Bleiweiß hat es den Vorzug, daß esdurch schwefelwasserstoffhaltige Luft nicht gebräunt wird. Auch dasZinksulfid, gemischt mit schwefelsaurem Barium, dient als weiße Farbe,die als Lithopone in den Handel kommt.

100 kg Zinkweit 40 bis 50 M ;100 Lithopone 21 bis 35 M.

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