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Einführung in die Warenkunde : ein Buch für Schule und Geschäft ; mit 137 Figuren im Text, 4 Weltkarten ... und je 1 Karte Europas und des Deutschen Reiches
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3. Metalle.

1905 handelt. Länder, wie Peru, Österreich-Ungarn, Griechenland,Italien, Columbien, Chile, die weniger als 100 t erzeugten, sind weg-gelassen worden.

jVlexiko

1866 t,

Vereinigte Staaten von Nordamerika

1833 t.

Australien

485 t,

Bolivien

190 t,

[Deutschland] 181

Spanien 152 t,

Kanada

116 t,

| Japan] 100 t,

Platin, ein silberweißes Edelmetall, besitzt große Widerstands-fähigkeit gegen chemische Einflüsse und ist außerdem durch Schwer-schmelzbarkeit ausgezeichnet. Seine Dichte ist 21,5 und sein Schmelz-punkt liegt bei 1775°. Es findet sich in Form rundlicher Körner zwargediegen, aber immer legiert mit einer Anzahl seltener Metalle, zudenen die ihm ähnlichen Metalle Iridium und Osmium gehören. Eswird im Ural, in Brasilien, Peru, Kalifornien, Borneo und Australienaus dem Sande der Flüsse oder aus angeschwemmtem Lehm durchAuswaschen gewönnet-!. Die Gesamtgewinnung an Platin beträgt etwa7000 kg. Man verwendet das Platin zu allerlei Gerätschaften inchemischen Laboratorien und Fabriken, in der Elektrotechnik zuKontakten und Elektroden, zu Schmucksachen und zum Belegen vonBlitzableiterspitzen. Das hierzu verwendete Platin ist meist nicht rein;es enthält bis zu 10 °/ 0 Iridium, durch das es noch widerstandsfähigerwird. Platindraht kann infolge seiner schweren Schmelzbarkeit alsDraht für elektrische Glühlampen an Stelle des Kohlenfadens benutztwerden; noch geeigneter für diese Zwecke ist Osmium. Der Platin-preis ist starken Schwankungen unterworfen, befindet sich aber schonseit längerer Zeit im Steigen, so daß er dem Goldpreise nahekommt1 kg kostet etwa 2800 M.

Hauptstätten der Edelmetallindustrie. Deutschland hat inHanau eine hervorragende Pflegestätte der Goldschmiedekunst, diedort im 16. Jahrhundert durch eingewanderte Protestanten aus denNiederlanden eingeführt wurde. In Pforzheim betreibt man. nebender Verfertigung wertvoller Gegenstände in bedeutender Weise dieMassenfabrikation von Luxusgegenständen. Bedeutende Betriebe fürdie Herstellung von silbernem Tafelgeschirr und silbernen Besteckenbestehen in Geislingen und Schwäbisch-Gmünd. Die Gold- undSilberschlägerei hat in Mittelfranken, und zwar in den Städten Nürn-