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Einführung in die Warenkunde : ein Buch für Schule und Geschäft ; mit 137 Figuren im Text, 4 Weltkarten ... und je 1 Karte Europas und des Deutschen Reiches
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3. Metall«

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3 Metalle;

Metalle sind einfache Stoffe, die mit Ausnahme des Quecksilberstest sind und sich durch Glanz und gutes Leitungsvermögen für Wärmeund Elektrizität auszeichnen. Die meisten Metalle sind zähe und könnendaher gehämmert, gewalzt und zu dünnem Draht ausgezogen werden,nur wenige sind spröde und zerspringen daher beim Hämmern.

Man teilt die Metalle zweckmäßig nach ihrem chemischen Ver-halten in fünf Gruppen ein, nämlich:

1. Edelmetalle (Gold, Fiatin, Silber, Quecksilber),

2. Erzmetalle (Kupfer, Blei, Zinn, Zink, Wismut, Nickel,Kobalt, Eisen, Mangan),

3. Erdmetalle (Aluminium, Cer),

4. A 1 k a 1 i e r d m e t a 11 e (Kalzium, Barium, Strontium, Magnesium),

5. Alkalimetalle (Natrium, Kalium).

Aus der Reihe der Metalle, von denen die Chemie über 50 kennt,sollen hier nur die Erwähnung finden, die für die Gewerbe von Be-deutung sind. Es handelt sich hauptsächlich um die Edelmetalle undErzmetalle. Die Edelmetalle behalten, da sie durch den Sauerstoffder Luft nicht angegriffen werden, ihren Glanz und ihre Farbeund kommen zumeist gediegen vor, die Erzmetalle werden da-gegen durch den Sauerstoff, bisweilen auch noch durch andere Be-standteile der Luft (Kohlendioxyd, Schwefeldioxyd) angegriffen undkommen nur in Ausnahmefällen gediegen vor. Der Einfluß, den dieEdelmetalle von jeher auf den Menschen ausgeübt haben, hat verschiedeneL T rsa.chen. Abgesehen von ihren wertvollen chemischen Eigenschaftenhat es ihr seltenes Vorkommen mit sich gebracht, daß die Edelmetalleschon in den ältesten Zeiten als äußeres Kennzeichen der Vornehmheitund des Reichtums angesehen wurden. Ihre älteste Verwendungsformzu kostbarem Schmuck hat die Anschauung hervorgerufen, den Besitzder Edelmetalle als ein Merkmal menschlicher Macht anzusehen. DieMetalle haben die Fähigkeit, sich im geschmolzenen Zustande zu mischen.Solche Schmelzgcmisclic nennt man Legierungen. Ihnen stehen dieAmalgame nahe, worunter Lösungen von Metallen in Quecksilber ver-standen werden. Die Legierungen zeigen gegenüber ihren Bestandteilengewisse Veränderungen, die sich namentlich auf Farbe, Härte, Glätt-barkeit, Gußfähigkeit und auf den Schmelzpunkt beziehen.

Die Gewinnung der Metalle ist entsprechend ihrem verschieden-artigen Vorkommen in der Natur außerordentlich mannigfaltig. Bei dengediegen vorkommenden Metallen handelt es sich nur um die Ab-scheidung der beigemengten fremden Metalle. Die in Form von Erzenm der Natur auftretenden Metalle, die der Zahl und Menge nach weitüberwiegen, müssen durch oft recht umständliche hüttenmännische Maß-nahmen von den mit ihnen verbundenen Stoffen abgeschieden werden.Zumeist handelt es sich hier um Schwefel und Sauerstoff. Der Schwefelwird durch Rösten der Erze entfernt, da er beim Erhitzen auch inseinen Metallverbindungen zu Schwefeldioxyd verbrennt, während der

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