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Einführung in die Warenkunde : ein Buch für Schule und Geschäft ; mit 137 Figuren im Text, 4 Weltkarten ... und je 1 Karte Europas und des Deutschen Reiches
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I. Mineralische Waren.

I. Edelsteine,

1. Qanzeddsteine sind seltene Minerale, die durch hohenHärtegrad, lebhafte Farbe oder Farblosigkeit, Durchsichtigkeit, be-deutenden Glanz und Farbenspiel ausgezeichnet sind und zum persön-lichen Schmuck des Menschen in der Regel in Verbindung mit Edel-metallen verwendet werden. Die Durchsichtigkeit wird im Edelstein-handel mit Wasser und das Farbenspiel mit Feuer bezeichnet. DieFarbe der Edelsteine ist für ihre Benennung im Handel in noch weit höhe-rem Grade als in der Mineralogie maßgebend. Sie sind entweder farblosoder gefärbt. Man unterscheidet nämlich farbige und gefärbte Minerale.Jene zeigen die Farbe, die ihrer körperlichen Masse eigen ist, dieseerhalten ihre Farbe durch gewisse Beimengungen färbend wirkenderStoffe, die zumeist nur in äußerst geringer Menge vorhanden sind.Malachit ist an sich grün und ebenso der Lasurstein an sich blau, derin verschiedenen Färbungen auftretende Korund ist dagegen an sichfarblos. Als Färbemittel sind in den Edelsteinen wie in den gefärbtenMineralen überhaupt Verbindungen des Eisens, Mangans, Kupfers undChroms nachgewiesen worden.

Die Schönheit eines Edelsteines tritt erst dann voll hervor, wenner geschliffen ist. Die wichtigste Schlifform ist der Brillant, der vor-nehmlich das Feuer eines Steines erhöht und beim Diamant in derRegel angetroffen wird. Andere Schleifformen sinddie Rosette, der Tafelstein, der Treppenschnittund der mugelige Schliff.

Der Brillant ist eine Doppelpyramide, derenbeide Spitzen abgestumpft sind. Man unterscheideteinen Oberteil und einen Unterteil. Der Ober-teil ist daran erkenntlich, daß er infolge größererAbstumpfung eine deutlich hervortretende Flächebesitzt. An den Seiten beider Teile sind kleinedreiseitige und vielseitige Flächen angebracht, diein verschiedener Weise angeordnet sind und Fas-Bild 5 Brillant setten genannt werden. Das Fassen eines BrillantenOben von der Seite, geschieht am Gürtel des grössten Durchmessers, so-Unten von oben. daß Oberteil und Unterteil ganz frei liegen. Manspricht in einem solchen Falle von Fassung , jour".

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