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Practicum für Pharmaceuten : Analytische Uebungen und Präparate im Anschlusse an die "Einleitung in die chemische Analyse" und das Arzneibuch
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b. Farblose, bei Luftzutritt gelb werdende Flüssigkeit;Siedep. 184°.

c. Farblose, glänzende, geruchlose Krystallblättchen;Fp. 112°.

Prüfung des Acetanilids: Soll geruchlos sein (Ani-lin!); seine Lösung soll neutral reagieren. (Freie Essig-säure!) Die kalte, gesättigte wässerige Lösung des Anti-febrins, mit Eisenchloridlösung versetzt, verändere dieFarbe des letzteren nicht. (Abwesenheit von Anilinacetat.)Mit Kalilauge erhitzt, entwickelt Antifebrin aromatisch rie-chende Dämpfe. (Nachweis des Anilins!), auf Zusatz einigerTropfen Chloroform und erneutes Erhitzen tritt der wider-liche Isonitrilgeruch auf. (Isonitrilreaktion!)

CTFNHCOCPF + KOH = CIPCOOK + C 6 H 6 NH 2 .C 6 H 5 NH 2 + CHCF + 3KOH = C 6 H 5 . NC + 3KC1 4- 3H 2 0.

0,1 g Antifebrin, mit 1 cc Salzsäure eine Stunde lang ge-kocht, soll eine klare Lösung geben (Bildung von salzs.Anilin), welche, nach Zusatz von 2 cc Carbolsäurelösung,durch Chlorkalklösung zwiebelrot getrübt und, nach hierauferfolgter Uebersättigung mit Ammoniakfiüssigkeit, sehr be-ständig indigblau gefärbt wird. (Sogenannte Indophenol-reaktion.) Erhitzt hinterlasse Antifebrin keinen Rück-stand; in konz. Schwefelsäure löse es sich beim Schüttelnohne Färbung auf. (Nicht flüchtige Stoffe, fremdeorganische Körper.) (Arzneibuch.)

Aother.

C 2 H 5 . 0 . C 2 H B .

150 g konz. Schwefelsäure50 g Alkoholwerden in einem Rundkolben von x \i 1 Inhalt im Sandbade auf140° erhitzt. Der Kolben ist mit einem dreifach durchbohrtenKorke verschlossen, durch dessen eine Bohrung ein in dieFlüssigkeit tauchendes Thermometer eingeführt ist; die zweiteBohrung trägt einen Tropftrichter und die dritte das Knierohr,welches die Verbindung mit dem Kühler bildet. Der Tropf-trichter enthält Alkohol, den man in demselben Masse zu-fliessen lässt, als die Flüssigkeit aus dem Kolben abdestilliert.Die Temperatur darf nicht unter 140° sinken und nicht über145° steigen.

Das aus zwei Schichten bestehende Destillat wird imScheidetrichter getrennt, der alkoholhaltige Aether mitSodalösung und dann mit Wasser durch mehrmaliges Aus-schütteln gewaschen, mit Chlorcalcium getrocknet und de-stilliert. (Zur Entfernung der letzten Spuren Alkohol kannman einige Scheibchen metallischen Natriums eintragen,einige Stunden damit stehen lassen und dann abdestillieren.)