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Wismuthnitrat werden mit der 4fachen Menge Wasser gleich-massig zerrieben und unter Umrühren in die 21fache Mengesiedenden Wassers eingetragen. Sobald der Niederschlag sichausgeschieden hat, wird die überstehende Flüssigkeit entfernt,der Niederschlag gesammelt, nach völligem Ablaufen der Flüs-sigkeit mit einem gleichen Raumteile kalten Wassers nach-gewaschen und nach Ablaufen der Flüssigkeit bei 30° ge-trocknet.
Vorgang: Bi(N0 3 ) 3 + 2H 2 0 = Bi(N0 3 )(OH) 2 4- 2HN0 3 .2ßi(N0 3 )(OH) 2 + H 2 0 = Bi 2 0 2 (N0 3 )(OH) + N0 3 H + 2H 2 0.
Beschreibung: Weisses, mikrokrystallinisches Pulver.
Prüfung: Bei 120° verliere es 3—5 von 100 Gewichts-teilen und hinterlasse beim Glühen, unter Entwicklung gelb-roter Dämpfe, auf 100 T. 79—82 T. Wismuthoxyd. (Prü-fungaufrichtigen Wasser- und Salpetersäuregehalt.) —0,5 g basisches Wismuthnitrat lösen sich in der Kälte in 25 ccverdünnter Schwefelsäure ohne Entwicklung von Kohlen-säure klar auf. (Carbonat; Blei.) Ein Teil dieser Lösung,mit überschüssiger Ammoniakflüssigkeit versetzt, gebe einfarbloses Filtrat. (Kupfer.) Ein zweiter Teil, mit mehr Was-ser verdünnt und mit Schwefelwasserstoff völlig ausge-fällt, gebe ein Filtrat, das nach dem Eindampfen einen wäg-baren Bückstand nicht hinterlässt. (Zink, Magnesia, Kalketc.) Wird 1 g basisches Wismuthnitrat bis zum Aufhörender Dampfbildung erhitzt, nach dem Erkalten zerrieben undin 3 cc Zinnchlorürlösung gelöst, so darf im Laufe einerStunde eine Färbung nicht eintreten. (Arsen.) 0,5 g, in 5 ccSalpetersäure gelöst, geben eine klare Flüssigkeit, welche,mit 0,5 cc Silbernitratlösung versetzt, höchstens opalisierendgetrübt, sowie durch 0,5 cc einer mit der gleichen Gewichts-menge Wassers verdünnten Baryumnitratlösung nicht ver-ändert werde. (Salzsäure, Schwefelsäure.) Mit Natron-lauge im Ueberschuss erwärmt, darf das Präparat kein Am-moniak entwickeln. (Arzneibuch.)
Wismuthoxyjodid.
BiOJ.
9,5 g krystallisiertes Wismuthnitrat werden in 12 ccEisessig kalt gelöst und unter Umrühren in eine Lösung von3,3 g Kaliumjodid und 5 g Natriumacetat in 200 g Wasserin kleinen Mengen allmählich eingetragen. Man lässt absitzen,wäscht durch Dekantieren aus, sammelt den ziegelroten Nieder-schlag auf dem Filter und trocknet ihn bei 100°.
Vorgang: Bi(N0 3 ) 3 + 3KJ + H 2 0 = BiOJ +
3KN0 3 + 2HJ.
Beschreibung: Lebhaft ziegelrotes, schweres, nach Jodriechendes Pulver.
Prüfung: Werden 0,5 g Oxyjodid mit 10 cc Wasser ge-