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Practicum für Pharmaceuten : Analytische Uebungen und Präparate im Anschlusse an die "Einleitung in die chemische Analyse" und das Arzneibuch
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werden, nicht aber das Thiosulfat oder gar das bei Arsen-gehalt des Schwefels vorhandene Calciumthioarseniat.

Beschreibung: Feines, gelblichweisses, nicht krystalli-nisches Pulver.

Prüfung: Das mit Wasser befeuchtete Präparat darfblaues Lackmuspapier nicht röten. (Prüfung auf Säure.) Esmuss, mit 20 T. Ammoniakflüssigkeit bei 35—40° unter bis-weiligem Umschütteln stehen gelassen, ein Filtrat geben, dasbeim Ansäuern mit Salzsäure, auch nach Zusatz von Schwe-felwasserstoffwasser, nicht gelb gefärbt wird. (Arsen-prüfung.)

Schwefligsäurelösung.

SO 2 .

a. Aus Kupfer und Schwefelsäure, vgl. p. 205!

b. Man übergiesst in einer Eetortezerkleinerte Holzkohlemit konz. Schwefelsäure und erhitzt vorsichtig.

Das Sehwefligsäureanhydrid wird in Wasser aufge-fangen, nachdem es in einer wenig Wasser enthaltendenWaschflasche von mitgerissener Schwefelsäure befreit wurde.

Vorgang: C + 2H 2 SO* = SO 2 + CO 2 -f 2H?0.

Beschreibung: Klare, farblose Flüssigkeit von stechen-dem Gerüche.

Prüfung: Die schweflige Säure gebe mit Baryumnitrat-lösung erst nach Zusatz von Chlorwasser Niederschlag.(Prüfung auf Schwefelsäure.) — G ehaltsbestimmung durchTitration mit Jodlösung, vgl. Massanalyse pag. 87!

Schwefligs. Natrium, neutral.

S0 3 Na 2 . 7H 2 0.

Man leitet in eine Lösung von Natriumcarbonat schwef-lige Säure (s. o.) ein, bis die Lösung stark nach der Säureriecht. Zu dieser Lösung des sauren Natriumsulfites giebtman die gleiche Menge von Natriumcarbonat, wie vorherverwendet, und bringt bei massiger Wärme oder besser überkonz. Schwefelsäure zur Krystallisation.

Vorgang: Na 2 C0 3 + 2S0 2 + H 2 0 = 2S0 3 NaH+CO 2 .

2S0 3 NaH + Na 2 C0 3 = 2S0 3 Na 2 + CO 2 -|- H 2 0.

Beschreibung: Monokline, leicht lösliche Prismen.

Prüfung: Auf Schwefelsäure mit Chlorbaryum insaurer Lösung.

Silbernitrat.

AgNO 3 .

a. Aus Silbermünzen. Die mechanisch gereinigte Münzewird in der dreifachen Menge konz. Salpetersäure gelöstund die erhaltene Lösung, nach allenfallsiger Filtration, zurTrockne gebracht. Der Trockenrückstand (Silber- und Ku-