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brechen zu können, mit einem scharfen Feilstrich. Das Ab-sprengen weiter Bohre, sowie der Hälse von Kolben,Retorten etc. geschieht in der Weise, dass man an der be-treffenden Stelle zwei mit Wasser getränkte Filtrierpapier-streifen von etwa 4 cm Breite und 25 cm Länge derart herein-legt, dass zwischen beiden ein Eaum von 3—4 mm frei bleibt,in dessen Mitte die gewünschte Trennungsstelle durch einenkurzen Feilstrich markiert ist. Man erhitzt dann die Stelleunter beständigem Drehen in einer kräftigen Bunsenflamme solange, bis das Papier zu brennen beginnt, und spritzt schliess-lich einen Tropfen kalten Wassers auf den Feilstrich, wodurchdie Trennung in der Eegel mit völlig glattem Bruch erfolgt,vorausgesetzt, dass die Entfernung der beiden Papierstreifenvon einander die richtige und die Erhitzung genügend hochwar. Die Brückenden sind nach vorsichtigem Anwärmen inder russenden Flamme am Gebläse von den scharfen Kantenzu befreien.
Das Ausziehen von Rohren, z. B. von Arsenrohrenfür den Jlars/i'schen Apparat, von Rohren zur Herstellung vonVorstössen, von Capillaren zur Schmelzpunktbestimmung, erfolgtin der Weise, dass man das Glasrohr zunächst — bei dickerenKohren nach vorhergegangenem Anrnssen — gleichmässig ge-nügend erweicht, dann aus der Flamme herausnimmt undrasch auszieht.
Korke durchbohrt man mittelst des Korkbohrers, in Kaut-schukstopfen brennt man das Loch mittelst glühenden Glas-stabes ein. Sind mehrere Bohrungen erforderlich, so müssensie zueinander parallel sein. (Sehr geeignet zum Durchboh-ren von Korken und Kautschukstopfen sind die neuerdings inden Handel gebrachten Bohrmaschinen.)
Bei der Verbindung von Kolben mit Kühlern z. B. zuDestillationszwecken ist der aus dem Kork des Kolbens auf-steigende Schenkel des Verbindungsrohres möglichst kurz zumachen, so dass die Biegung direkt oberhalb des Korkes be-ginnt, da andernfalls in diesem Teile des Rohres sehr vielFlüssigkeit verdichtet und in das Siedegefäss zurückgeführtwird. Die Enden des Yerbindimgsrohres müssen sowohl durchden Kork des Kolbenhalses, als auch durch den des Kühlersetwa 3 cm hindurchgehen, um die Berührung des Korkes mitder abtropfenden Flüssigkeit möglichst zu vermeiden. Ueber-haupt gilt die Kegel, Korkverbindungen stets so einzu-richten, dass deren direkte Berührung mit den Flüs-sigkeiten ausgeschlossen ist. Man bedient sich deshalbz. B. bei der Verbindung von Kolben mit Rückflusskühlernmeist eines Vorstosses, dessen weiterer Teil über das Kühl-rohr übergreift, so dass letzteres durch den verbindenden Kork3 cm hindurchragt; niemals darf eine solche Verbindung mitdem aufsteigenden Kühler in der Weise bewirkt werden, dassetwa ein engeres Rohr mittelst Korkes in das weitere Kühl-
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