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feisäure; man erhält eine im durchfallenden Lichte rötlicheFlüssigkeit, die im auffallenden Lichte grün fluoreseiert.
2. 500 cc Bier werden unter Zusatz von Bleicarbonateingeengt und der mit Sand vermengte Rückstand wiederholtmit Alkohol von 90% ausgezogen. Die alkoholischen Flüssig-keiten dampft man zur Trockne und behandelt den Rückstandmit Aether, worauf filtriert wird. Der Rückstand soll fastreines Dulcin (= Phenetolcarbamid) sein, das sich an seinemsüssen Geschmack erkennen und durch folgende Reaktionennachweisen lässt.
a. Nach Berlinerblau erhitzt man den ätherischen Rück-stand mit Phenol und etwas konz. Schwefelsäure. NachZusatz einiger Tropfen Wasser lässt man erkalten und über-schichtet die braunrote Flüssigkeit im Reagensgias mit Am-moniak oder Soda: bei Anwesenheit von Dulcin bildet sicheine blaue Zone.
b. Zur Prüfung nach Jorissen benutzt man eine Lösungvon 1—2 g frisch gefälltem Quecksilberoxyd in Salpeter-säure, der Natronlauge zugesetzt wird, bis der entstehendeNiederschlag sich nicht mehr ganz löst. Die Flüssigkeit wirdauf 15 cc verdünnt und nach dem Absitzen filtriert. Das ex-trahierte Dulcin (s. o.) wird in 5 cc Wasser suspendiert, mit2—4 Tropfen des Reagens versetzt und das Gläschen 5—10Minuten in siedendes Wasser getaucht, wobei schwach vio-lette Färbung eintritt. Auf Zusatz einer geringen MengeBleisuperoxyd entsteht prachtvoll violette Färbung.(Bei 0,01 g Dulcin noch sehr deutliche, bei 0,001 g sehr schwacheReaktion.)
16. Neutralisation des Bieres mit Soda oderBicarbonat.
Nach Spaeth werden 500 cc Bier mit 100 cc Ammoniakversetzt und nach 4—5 Stunden von dem die an Kalk undMagnesia gebundene Phosphor säure enthaltenden Nieder-schlage abfiltriert.
a. Zweimal je 60 cc des Filtrates (= 50 cc Bier) werdeneingedampft, verascht und in der Asche die Phosphorsäurenach der Molybdänmethode bestimmt.
b. 250 cc des ammoniakalischen Filtrates versetzt manzur Ausfällung der Phosphorsäure mit 25 cc Bleiessig, schüt-telt tüchtig und filtriert nach 5—6 Stunden. 200 cc des Fil-trates dampft man zur Entfernung des Ammoniaks auf ca.30—40 cc ein, verdünnt nach dem Erkalten wieder auf 200 cc,giebt einige Tropfen Essigsäure zu und leitet Schwefel-wasserstoff ein. Man entfernt den überschüssigen Schwefel-wasserstoff durch einen Luftstrom und filtriert vom Schwefel-blei ab, 150 cc dampft man in einer Platinschale ein und ver-ascht. Die vollkommen weisse Asche wird in Wasser aufge-nommen und der Alkaligehalt titrimetrisch bestimmt.
c. Unter der Annahme, dass sämtliche an K a 1 i gebundene