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nach der Menge eine orangerote Ms rote Färbung. Trittnicht gleich eine Färbung ein, so wiederholt man das Erhitzeneinige Male unter weiterem Zusatz von etwas Schwefelkoh-lenstoff. (Zuverlässigere Eeaktion!)
6. Anforderungen und Reaktionen des Arznei-buches.
„Schweineschmalz ist weiss, weich, gleichmässig, vonschwachem eigenartigem, nicht ranzigem Geruch; es schmilztbei 36—42° zu einer klaren Flüssigkeit, welche bei einer biszu 1 cm dicken Schicht farblos ist."
Es ist also weisses Aussehen, annähernde Geruchlosigkeitdes Fettes, dann Klarheit und Farblosigkeit des geschmolzenenFettes festzustellen. Nichtfett, sowie Wasser dürfen nicht zu-gegen sein. Schmelzpunkt nach Benedikt 36—48, Erstarrungs-punkt 27—30; bezüglich der Ausführung einer genauenBestimmung vgl. pag. 127.
„Werden 10 g Schweineschmalz in 10 cc Chloroform ge-löst, 10 cc Weingeist und 1 Tropfen Phenolphtale'inlösung hin-zugefügt, so soll die Lösung, nach Zusatz von 0,2 cc Normal-kalilauge und nach kräftigem Schütteln, rot gefärbt sein."
Es sollen sonach weniger freie Fettsäuren vorhanden sein,als 0,2 cc Normalsäure entsprechen. Vgl. Bestimmung desSäuregrades pag. 130.
„Kocht man 2 Teile Schweineschmalz mit 3 Teilen Kali-lauge und 2 Teilen Weingeist, bis sich die Mischung klärt, sosoll sie bei Zugabe von 50 Teilen Wasser und 10 Teilen Wein-geist eine klare oder nur schwach opalisierende Flüssigkeitgeben."
Man nehme 10 g Fett, 15 g Lauge und 10 g Weingeist. —Es wird völlige Verseifbarkeit (Abwesenheit von Mineralölen!)verlangt.
Neu aufgenommen sind:
a. Bestimmung der Hübl'scliea Zahl. „ Zur Bestimmungder Jodaufnahmefähigkeit löst man etwa 1 g Schweineschmalzin einer mit Glasstöpsel zu verschliessenden Flasche in 15 ccChloroform, fügt je 25 cc weingeistige Jodlösung und wein-geistige Quecksilberchloridlösung hinzu und lässt 4 Stundenlang an einem vor direktem Tageslichte geschützten Orte stehen.Alsdann versetzt man sie mit 1,5 g Kaliumjodid und 100 ccWasser und titriert mit Zehntel-Normal-Natriumthiosull'atlösungbis zur Entfärbung. 100 T. Schweineschmalz sollen nichtweniger als 46 und nicht mehr als 66 T. Jod aufnehmen."
b. JBeccMsche Reaktion. „Werden 5 g geschmolzenesSchweinefett in einem Probierrohr mit einer Lösung von 0,05 gSilbernitrat in 2 g Aether, 10 Weingeist und 2 Tropfen ver-dünnter Salpetersäure geschüttelt, und wird die Mischung15 Minuten lang in ein Wasserbad gestellt, so soll sie einebraune oder schwarze Färbung nicht annehmen."
Vgl. oben!