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aus welchem sie nach dem völligen Absitzen im Lufttrocken-kasten bei einer ihren Schmelzpunkt um 20—30° übersteigendenTemperatur auf ein trockenes Filter gegossen wird.
50 g der Fettsäuren werden dann mit 40 g Essigsäure-anhydrid 2 Stunden lang in einem Kölbchen am Kückflusskühlergekocht, die Mischung in ein hohes Becherglas von 1 1 Inhaltgeleert, mit 5—600 cc heissen Wassers übergössen und gekocht,indem man einen langsamen Kohlensäurestrom durch die Flüssig-keit leitet. Nach einiger Zeit hebert man das Wasser ab undkocht noch dreimal mit der gleichen Wassermenge aus, bisalle Essigsäure entfernt ist. Endlich filtriert man die acety-lierten Fettsäuren im Luftbad durch ein trockenes Filter undwägt 4—5 g ab zur Bestimmung der Säure zahl (vgl. f.) und1—1,5 g zur Bestimmung der Verseifungszahl (Köttstorfer'sZahl, vgl. et). Die Differenz beider ist die Acetylzahl; siewird um so grösser ausfallen, je mehr Acetylgruppen einge-treten waren und beim Verseifen wieder abgespalten werdenmussten.
Die in obiger Weise aus Ricinusöl dargestellten acety-lierten Fettsäuren lieferten als Säurezahl 142,8, Versei-fungszahl 296,2, also Acetylzahl 153,4.
Die für wichtigere Fette und Oele beobachteten Zah-len sind in der Tabelle pag. 134 zusammengestellt.
Butter.
Die Butter, das auf mechanischem Wege aus der Kuh-milch abgeschiedene Fett, enthält im Gegensatze zu denübrigen tierischen und pflanzlichen Fetten, die fast ausschliess-lich aus den Glyceriden hochmolecularer Fettsäuren (Stea-rin-, Palmitin-, Oelsäure etc.) bestehen, noch beträchtlicheMengen niedermolecularer Fettsäuren, wie Buttersäure,Capron-, Capryl- und Caprinsäure. Auf diese Verschie-denheit lässt sich der Nachweis der Verfälschung einer Buttermit fremden Fetten gründen. Ausserdem ist bei Butterunter-suchung der Wasser- und Fettgehalt, auch der Salzgehalt zubestimmen, um die Güte oder die Marktfähigkeit derselben be-urteilen zu können.
1. Bestimmung des Wassergehaltes.
Es werden ca. 5 g Butter für sich oder besser mit Sandgemischt (im letzteren Falle in einem Vor/el'sdien Schiffchen)im Wassertrockenkasten ca. 6 Stunden lang bis zu annähern-der Gewichtskonstanz (auf 1 mg Differenz) getrocknet. Bez. d.Ausführung vgl. bei Milch pag. 122.
2. Bestimmung des Fettes.
Der mit Sand vermischte Trockenrückstand von vorigerBestimmung wird mit dem Vogel'schen Schiffchen im SoxMef-schen Extraktionsapparat mit Aether extrahiert. Die Aether-fettlösnng wird in einem Wägegläschen verdunstet, der Bück-